Der liberale Blog des Autors der „Klodeckel-Trilogie“

Sehnsucht nach Migranten: Eilenbergers Angst vor dem Nazi-Team

Nazi photo

Linker Populismus garantiert stets den Applaus der Journalisten. So verwundert es nicht, dass Wolfram Eilenberger, Chefredakteur eines allerdings nur Insidern bekannten philosophischen Magazins, gerne einmal von der um sich selbst kreisenden Szene gefeiert wird. Nun hat ihm die „Zeit“ eine Plattform für seine kruden Ableitungen gegeben. Deren Kernbotschaft besteht darin, den Fans der deutschen Handball-Nationalmannschaft zu unterstellen, sie unterstützen das Team vor allem deshalb, weil es ausschließlich aus reinrassigen Deutschen bestehe. Dass der Bundestrainer Ausländer ist, lässt Eilenberger nicht gelten, bediene dieser als Isländer doch lediglich die deutsche Sehnsucht nach dem Nordisch-Arischen. Der abenteuerliche Gastbeitrag gipfelt in der Feststellung, das Fehlen jeglicher Nationalspieler mit Migrationshintergrund sei der Beweis für die Rückständigkeit des deutschen Handballs. Das ist eine interessante Theorie, war man bisher doch davon ausgegangen, dass im Spitzensport Misserfolge das untrügliche Zeichen für Rückständigkeit seien. Es gehört schon viel ideologische Verblendung dazu, der derzeit besten Mannschaft Europas Migranten als Selbstzweck aufschwatzen zu wollen und die vielen Millionen Handball-Fans zu verkappten Nazis zu erklären, weil es in Deutschland offenbar keine Spieler mit ausländischen Wurzeln gibt, die aktuell gut genug für das Europameister-Team sind.

Während der Hobby-Kicker mit Trainerschein in seinen Wortmeldungen so gerne über den Fußball als leuchtendes Vorbild für ein buntes Deutschland voller Vielfalt schwadroniert, sagt er der jahrelang siechenden Handball-Nationalmannschaft nur deshalb eine „strahlende Zukunft“ voraus, weil sie eine von ihm unterstellte nationalistische Sehnsucht bediene. Fein säuberlich listet Eilenberger die Vornamen aller Spieler auf, unter denen sich zwar „nordische Arier“ wie Finn, Erik und Rune befinden, aber kein Mesut, Sami oder Jerome. Mit Blick auf das Mannschaftsfoto stellt er gar fest, es gebe „keinen einzigen Spieler mit dunkler Hautfarbe oder auch nur südländischem Teint“. Na und? Eilenberger reiht sich ein in die linksgrüne Alarmfraktion, der es bereits Unbehagen bereitet, dass es überhaupt Nationalstaaten gibt. Titelkämpfe zwischen Nationalmannschaften stufen die Multi-Kulti-Träumer als Rassismus fördernde Veranstaltungen ein. In schauriger Erinnerung bleibt der Sommer 2014, als weite Teile der deutschen Bevölkerung ausgelassen den vierten Fußball-Weltmeistertitel feierten, während wildgewordene Anarchisten deutsche Fahnen herunterrissen und Anti-Rassismus-Polonaisen abhielten. Nun sind wir also auch noch Handball-Europameister – das ist für die Eilenbergers dieser Welt kaum zu ertragen.

Wie gerufen kommt da ein Nationalteam, das alle linksgrünen Vorurteile zu bedienen scheint. Doch im Deutschland des Jahres 2016 wollen sich immer weniger Bürger die jahrelang ertragenen Tiraden aus dem Antifa-Milieu noch gefallen lassen. Und es ist gut, dass sich auch die deutsche Handball-Szene klar gegen den respektlosen Angriff zur Wehr setzt. Wer alles, was in einem Land passiert, nur noch unter dem Gesichtspunkt einer vermuteten Diskriminierung betrachtet, ist meilenweit entfernt von seinen vermeintlichen Idealen. Eilenbergers Verunglimpfung von Millionen unbescholtener Handball-Fans zeigt, dass es den linksgrünen Gesinnungspolizisten nicht um die Sache geht, sondern um die Verbreitung und Durchsetzung ihrer Ideologie. Es reicht ihnen, dass ein Land genug migrationslose Eigengewächse für seine Elitemannschaft hervorgebracht hat, um dem Sport und seinen Anhängern nationalistische Anwandlungen zu attestieren. So absurd kommt das Geschwurbel des selbsterklärten Philosophen daher, dass es einem den Atem raubt. „Wenn Fußball Merkel ist, ist Handball Petry“, resümiert Eilenberger. Dümmer geht´s kaum. Zum Glück stellt der 43-Jährige am Ende fest, Handball werde auch künftig „ohne mich als Fan oder auch nur Zuschauer stattfinden“. Wir sind erleichtert.

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9 Kommentare zu Sehnsucht nach Migranten: Eilenbergers Angst vor dem Nazi-Team

  1. Die Sozialisten wussten schon immer, dass am deutschen Wesen die Welt genesen wird. Die Schelme Karl Marx und Friedrich Engels waren schließlich nicht auf den Kopf gefallen. Sie wussten, welchen Stuss sie wofür fabrizierten. Deshalb schlagen die deutschen Sozialisten den Juden weltweit vor, sich durch Heirat und kulturell mit allen anderen Menschen zu vermischen, ganz besonders aber mit den Semiten aus dem Nahen Osten und mit den Christen und Muslimen aus Afrika. Es wird erwartet, dass die Juden, die derzeit im Staat Israel leben, mit gutem Beispiel vorangehen und dann, wenn sowieso eine Scheidung ansteht, es einmal mit einem Ehepartner aus einer nichtjüdischen Kultur zu versuchen.

    http://www.dzig.de/Krisen_als_Chance_Erfolgreiche_Juden_und_entscheidungsschwache_Deutsche

    Hans Kolpak
    Goldige Zeiten

  2. Was Herr Eilenberger vergessen hat, zu erwähnen, ist, daß auch Linke in der Regel seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr deutsch sind, und, sofern es der Geldbeutel erlaubt (das tut er bei Linken in der Regel problemlos), in sehr „unbunten“ und „unvielfältigen“ Vierteln lebt, wo man Multikulti in homöopathischen Dosen genießen kann.

  3. Wolfram Eilenberger hat nicht nur hier Resonanz bekommen. Der Deutsche Handball-Bund hat sich beschwert und prüft rechtliche Schritte. Zeit Online erntete einen Shitstorm, in über 600 Leser-Kommentaren wurde der Autor teils heftig attackiert. Der Chefredakteur von Handball World“, Christian Ciemalla, hat Eilenberger mangelnde Recherche und das Bedienen von Vorurteilen vorgeworfen. Er hat den gesamten Aufbau des Artikels „Scheiß“ genannt und den großen Philosophen dann auch noch vorgeführt, indem er, super Idee, sich das Impressum von Zeit Online angesehen und dort folgende Vornamen der Redaktionsmannschaft gefunden hat: „Jochen, Maria, Markus, Martin, Christoph, Meike, Kirsten, Christian, Katharina, Monika, Alexander, Karsten, Kai, Philip, Astrid, Sascha… – alle Achtung! Das muss man 2016 in diesem Land erst einmal hinbekommen“, schrieb Ciemalla und ergänzte: „Oder anders: Wenn Fußball Merkel ist, ist Die Zeit Petry.“ (aus Neue OZ).
    Aber irgendwie freut es mich immer wieder zu sehen, mit welchen dumpfen Thesen unsere linksvergeistigte Elite in den Fettnapf der bodenlosen Arroganz tritt und so neben ihrer Gesinnung auch ihren in Wahrheit kleinen Quell offenbart. Zeit-Online lässt sich davon auch noch einfangen. Als Ausrede könnte man bei der Geschichte noch an Satire denken, aber dafür ist der Ansatz einfach viel zu flach und ohne echten Esprit. Eilenberger muss sich also outen und zugeben, dass er beim Verfassen seiner Kolumne einen Eimer Sangria mit Strohhalm verhaftet hatte.

  4. Verhältnisblödsinn

    So könnte man dieses sinnentleerte Multikulti bezeichnen: Mulltikulti fordert Einheitskultur. Selbstdisqualifikation!

    Ein Böser, wer schelmisch dabei denkt.

    aus http://www.nzz.ch/feuilleton/truegerische-toleranz-1.18696279
    – Hinter der Fassade der kulturellen Sensibilität ist ein neues Gefängnis aus kulturellen Stereotypen entstanden, die den Menschen sogar weniger Raum für Individualität lassen als die alten nationalen Stereotypen.

    An Auflagen lässt sich unverklärt ermessen, wieviel Teuros konsumierende Nachfrager bereit sind sinnlos zu opfern, damit das SelbstdisqualifikationsAngebot durch privatrechtlich firmierende HofberichtBEstatter nicht der ökonomischen Vernunft eines Adam Smith zum Opfer fällt.

    Bloss keine Korrektur MASSEnhaft eingeübter Ressourcenfehlallokationen, denn solang die MASSE kauft, rentiert auch die HofberichtBEstattung.

    Im Grunde ist die Lösung einfach und auch bekannt: Abschneiden der Nachschublinien. Frieden ist die Fortsetzung des KRIEGs mit vergleichbaren Mitteln.

    Aber soviel KRIEGstaktik ist der MASSE auch im 21. Jahrhundert nicht zuzutrauen, obwohl Adam Smith zielstrebig auf ökonomisch rationales Verhalten aufmerksam MACHT

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

  5. Zu diesem geistigen Stuhlgang fallen mir fast nur strafrechtlich relevante Bemerkungen zum Geisteszustand des Herrn Eilenberger ein.

    • Der Rechtsstaat in diesen Gefilden findet nicht statt und wenn doch, dann asymmetrisch. Die asymmetrische KRIEGsführung findet damit ihre Parallele in der asymmetrischen Friedensführung.

      Die KRIEGskanzlerin – aber bei weitem nicht nur sie, denn dazu gehören Heerschaaren mitlaufender Opportunisten und zunehmend Nachtwächterquantitäten – hat den Rechtsstaat von höchster BRD-Stelle friedlich ausser Kraft gesetzt, dort wo es ihr und ihren Auftraggebern nützlich erscheint – asymmetrisch. Im Laufe der Jahre wird sie gelernt haben ihren Wohltätern zu gefallen, weshalb sie nicht in jedem Einzelfall auf spezielle Order angewiesen sein dürfte. Ganz nach dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

      Eilenberger erscheint wie einer jener Mitläufer, die übers Ziel hinausschiessen, deren freiwilliger Opportunismus darin besteht, Öl zu vergiessen, denn irgendwie ist das Feuer noch allemal übergesprungen. Zielgerichtet erntet er zahlreiche REaktionen, d.h. klar formuliert, er ist dem Gegner mindestens einen Zug voraus und erweist somit den EUSraEliten einen grossen Dienst.

      Die MASSE MACHT also bestenfalls den 2. Zug, m.a.W. ihre MACHT ist PRaktisch weitgehend manipulierbar.

      aus http://www.fnp.de/nachrichten/kultur/Gefaehrlicher-Denker;art679,780906
      – Eilenberger nennt Heidegger gar „einen gefährlichen Denker“.

      Immerhin gesteht er Heidegger das Attribut eines Denkers zu. Demgegenüber würde ich Eilenberger allein an dem Bisschen, das man über ihn scheinbar zu wissen braucht, nicht als Denker bezeichnen. Ergo auch nicht als Philosophen, bloss weil er sich mit Philosophen befasst oder weil er meint, denken zu können. Auf seinem Niveau kann jeder denken, aber eben nicht als Philosoph.

      An Universitäten kann man ausserdem alles Mögliche denkend studieren, z.B. Philosophiegeschichte. Als Philosoph wird man geboren. Falls Potential vorhanden ist, kann man es durch Bücher ausschöpfen, allerdings nur bis zur Messlatte der angeborenen Inkompetenz. Grosse Philosphen brauchen ein entsprechend grosses, angeborenes Talent.

      M.a.W. echte Philosophen brauchen kein Studium, aber es schadet auch nichts, sofern man die nötige Distanz zur Philosophiegeschichte wahrt. Was Eilenberger damit bleibt ist der Job eines Historikers mit Spezialgebiet Philosophie. Ob er zumindest diese Disziplin beherrscht, dieses Urteil überlasse ich der Historikerzunft.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

      PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

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