Die liberale Montags-Kolumne des Autors von “Das Grauen” & “Hexenjagd”

Die vermiedene Debatte: Merkels geistlose Antwort auf die Islam-Frage

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Photo by geralt / pixabay

Sie kam als Randnotiz daher, ohne größere mediale Beachtung. Dabei hätte die repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey sehr viel mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Aber sie passte eben nicht in das gerne transportierte Weltbild der Journalisten. Und zur Agenda der Kanzlerin passte sie schon gar nicht. Ganz im Gegenteil. Die eindeutige Antwort der Bürger auf die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehöre, war eine schallende Ohrfeige für Angela Merkel. Die hatte gerade erst ihren neuen Innenminister Horst Seehofer öffentlich dafür abgewatscht, dass er tags zuvor auszusprechen gewagt hatte, worin ihn drei Viertel der Deutschen bestätigen: Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Lediglich etwas mehr als 20 Prozent der repräsentativ Befragten halten es mit Merkel, wobei eine verschwindend kleine Gruppe die Frage überhaupt uneingeschränkt bejaht. Kontinuierlich steigt die Zahl derer, die der Meinung sind, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Noch im vergangenen Sommer hatten diese Ansicht “nur” zwei Drittel der Bundesbürger vertreten. Die Kanzlerin hält dennoch unbeirrt an ihrem Narrativ fest. Auf Biegen und Brechen soll den Menschen eingehämmert werden, dass sie eine im Zuge der Zuwanderung immer mehr an Einfluss gewinnende Religion gefälligst als selbstverständlichen Teil ihres Alltags zu akzeptieren hätten, wie inkompatibel diese mit dem jahrzehntelangen Verständnis von Demokratie und Rechtsstaat auch sein mag.

Man fragt sich, wer Angela Merkels Agenda schreibt, in deren Mittelpunkt nicht zuletzt zu stehen scheint, sich dem Islam anzudienen

Der Widerspruch des Merkelschen Politsprechs zur öffentlichen Meinung ist so eklatant, dass man sich fragen muss, was die Kanzlerin antreibt. Niemand kann so ignorant sein, sich derart hartnäckig gegen die Bevölkerung zu stellen. Wer schreibt Merkels Agenda, in deren Mittelpunkt nicht zuletzt zu stehen scheint, sich dem Islam anzudienen? Längst ist eine gewaltige Industrie entstanden, die über Firmen-, Verbands- und Parteigrenzen hinweg dafür sorgt, dass sechs Millionen Angehörige einer bestimmten Religion das öffentliche Leben der restlichen 77 Millionen Bürger bestimmen. Man muss den meisten Muslimen zugutehalten, dass sie von Politik und Medien missbraucht werden. Doch es gibt eine große Zahl unter ihnen, die ihre Religion nicht nur als Teil Deutschlands sehen, sondern darauf hinarbeiten, dass Deutschland möglichst bald zum Islam gehört. Insofern ist die Ausgangsfrage falsch gestellt, denn sie geht der breiten Ablehnung nicht auf den Grund, die daher rührt, dass das aufdringliche Gebaren der Religionsverbände und das überlaute polit-mediale Getöse Befürchtungen nähren, das öffentliche Leben an den Islam zu verlieren. Es kann niemanden verwundern, wenn sich drei Viertel der Deutschen gegen die Vorstellung aussprechen, sich irgendwann dem Islam unterwerfen zu müssen. Und die Sorge ist keinesfalls so unbegründet, wie Politik und Medien gerne behaupten. Denn die Zugeständnisse an die muslimische Religionsgemeinschaft greifen schon heute tief in das gesellschaftliche Leben ein.

Statt unseren Lebensstil zu verteidigen, sucht die Politik nach aufwändigen Lösungen, die einseitig muslimischen Interessen gerecht werden

Separate Schwimmbadzeiten für Frauen zulasten der Zeiten für Sportvereine, die Umbenennung von Christmärkten als Beitrag zum interreligiösen Dialog und die Verbannung von Schweinefleisch aus Kita-Kantinen sind weit mehr als Rücksichtnahme – sie sind vorauseilender Gehorsam. Von Lkw-Sperren zur Sicherung ganzer Fußgängerzonen und Polizeieskorten zum Schutz von Sanitätern ganz zu schweigen. Beliebig ließe sich die Aufzählung fortsetzen, bis hin zur Selbstgeißelung reumütiger Unternehmen für angebliche antimuslimische Werbemotive. Doch statt den Lebensstil, wie wir ihn kennen, zu verteidigen, sucht eine sich anbiedernde Berufspolitik in sämtlichen Lebensbereichen nach aufwändigen Lösungen, die einseitig muslimischen Interessen gerecht werden. Zu diesem Zweck erhalten fragwürdige Verbände Mitsprache in regierungsnahen Gremien, werden auf allen politischen Ebenen Integrationsbeauftragte installiert und unterwerfen sich öffentliche Stellen wie auch private Einrichtungen einem ebenso teuren wie skurrilen Toleranzwettbewerb. Vorfahrt für den Islam, wohin man auch schaut. Angela Merkel hat – wieder einmal – eine Chance vertan: Statt die Debatte dazu zu nutzen, selbstbewusst darauf zu pochen, dass sich Religionen in einer freien Gesellschaft unterzuordnen haben, hat sie mit ihrem Bekenntnis, der Islam gehöre zu Deutschland, jenen die Absolution erteilt, die gar kein Interesse daran haben, sich zu assimilieren. Eine verantwortungsvolle Politik muss nicht nur die Religion vor dem Staat schützen, sondern auch umgekehrt. Diesen Aspekt ihres Amtseids hat Angela Merkel wohl nicht verstanden.

 

 

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7 Kommentare zu Die vermiedene Debatte: Merkels geistlose Antwort auf die Islam-Frage

  1. Nicht verstanden? Was gibt es da nicht zu verstehen? Mißachten und mit Füssen getretten, dass ist die richtige Definition mehr.
    Wer weiß wer die Antifa finanziert und wie die Antifa zu den Anhängern der Ziegenliebhaberei steht, weiß auch was er davon zu halten hat.
    IS & Co. oder wie der Abschaum der Menschheit heißt sind Terroristen, wie nennt man die Unterstützer dann?

  2. Was erwarten wir von Politikern, die selbst keinen Glauben haben? Denen ist vollkommen egal wie das Volk damit klarkommt. Die eigenen Pfründe sind wichtig. Interessant wie die Geschichte sich ständig wiederholt.

  3. Bisweilen bin ich zwiegespalten: geht es ihr nur um ihre persönliche Rache, weil “wir” ihr ihre schöne “knuddelige” DDR weggenommen haben (- aus Sicht einer Funktionärin gesehen!-)? Geht es ihr um schnöden Machterhalt, egal wie? Geht es darum, die Saudis bei Laune und damit einen niedrigen Ölpreis zu halten? Oder hat sie als Tischgenossin der Bilderberger – oder anderer transnationaler Netzwerke -,tatsächlich “Order” vom 0.1% dafür zu sorgen, dass es in Zukunft dann doch noch zugeht wie in Aldous Huxley’s schöner neuer Welt? Mit lauter Alphas, Betas, Gammas – und vor allem: Epsylons? Denn darauf soll ja letztlich die “Rassenmischung” – sorry, nicht MEIN Begriff, sondern von der UNO! – oder anderer transnationaler Netzwerke, die immer öfter vorgeben, wo unser aller Reise hingeht, hinauslaufen. (vgl. UNO Replacement Migration Plan; Kalergi-Plan; “Global Agenda Council on Migration” des Weltwirtschaftsforums > “The Business Case for Migration” uvm. / s. auch F. Glunk, “Schattenmächte” – Wie transnationale Netzwerke die Regeln unserer Welt bestimmen) Wohlgemerkt: natürlich werden wir, die wir uns hier tummeln DAS in der Endkonsequenz wahrscheinlich (- oder sollte ich besser sagen: hoffentlich?!-) nicht mehr erleben. Aber man muss ja mal anfangen, wenn es in 50, 100 oder 150 Jahren soweit sein soll. Das 0.1% hat ja vieieiel Zeit und noch mehr Geld. Und das soll bitte auch in den nächsten Generationen immer schön so fortwähren…bis zum Ende aller Tage…auf unser aller Kosten…- Nur eines darf man auf gar keinen Fall: Frau M unterschätzen! Als Funktionärin für Agitation und Propaganda hat sie schließlich ihr “Handwerk” gelernt und nennt zudem Honecker wie Kohl ihre politischen Ziehväter. Da muss man sich dann wirklich nicht mehr wundern! Zudem machen unter den oben genannten Aspekten ihre Bemerkungen wie “ich habe meine strategischen Ziele erreicht” oder “ich wüßte nicht, was ich falsch gemacht haben sollte” oder “ich kann ihnen nicht garantieren, dass Deutschland für immer eine Demokratie bleiben wird” absolut Sinn…Statements übrigens, die von KEINEM anwesenden Journalisten sofort aufgegriffen wurden, um einmal nachzuhaken, wie sie das denn bitte meine. Soviel zum Thema “Vierte Gewalt”.

  4. Man braucht nur einmal sehen, wie das Merkel sich dem damaligen US Präsidenten Obama angebiedert hat.
    Ist in diesem Zusammenhang… ist niemand so richtig aufgefallen, daß Obama bereits nach der Niederlage der ” Demokraten” noch schnell zu das Merkel gejettet ist?
    So, dass sie nochmal gebrieft worden ist?
    Frei nach dem Motto, ich bombe augenblicklich Syrien ins Mittelalter zurück und Du nimmst die Geflüchteten auf und lässt sie in ” deinem ” Land leben?
    Schließlich befindet sich ja unser US Öl im syrische Boden…

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