Heute geht der Klodeckel an den Automobilkonzern Fiat. Dieser hat seine Drohung erneuert, mit seinem Ferrari-Team aus der Formel 1 auszusteigen. Die bisherigen Saisonergebnisse geben den Hinterherfahrern allerdings wenig gute Argumente an die Hand, warum man sie künftig vermissen sollte. Jahrelang haben sich die Bosse der Formel 1 von der „Scuderia Ferrari“ erpressen lassen und ein waches Auge darauf gehabt, dass der populäre Rennstall möglichst bevorzugt wird. So konnte Michael Schumacher immer wieder Weltmeister werden – der deutsche und der italienische Markt boomte. Nun ist Schumacher weg, die Nachfolger sind blass und es gibt keinen Grund mehr, Ferrari zu verhätscheln. Und die fürchten in ihrer tiefen Krise erst recht den Wettbewerb, denn ihr Vorsprung entsprang der Gewissheit, soviel Geld in den Rennsport stecken zu können, wie sie wollen. Auch dadurch baute Fiat fast 15 Mrd. Euro Schulden auf. Die Budgetgrenze von ca. 45 Mio. Euro, die in der Formel 1 ab dem kommenden Jahr gelten soll, schadet daher vor allem Ferrari. Mit dem beleidigten Rückzug käme man der eigenen Demontage zuvor.

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