Den heutigen Klodeckel des Tages erhält Charlotte Knobloch, die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland. Natürlich hat die resolute Frau Recht, wenn sie sich vom Papst deutliche Worte zur schwierigen Beziehung der beiden großen Religionen wünscht. Und man kann es den Juden nicht verdenken, dass sie nicht gut auf die Katholiken zu sprechen sind. Doch lassen wir die Kirche mal im Dorf! Da tritt der höchste Repräsentant des Vatikan den Gang nach Canossa an und besucht die heilige jüdische Gedenkstätte „Jad Vaschem“. Dort findet er klare Worte gegen das Leugnen, Verharmlosen oder Vergessen des Holocausts und drückt das tiefe Mitgefühl der katholischen Kirche mit dessen Opfern aus. Das ist eine ganze Menge. Der Papst, noch dazu ein Deutscher, bekennt sich klar zur Aussöhnung der beiden Weltreligionen. Doch statt die Hand zu nehmen, die ihm gereicht wird, geht der Zentralrat reflexartig zum Angriff über, weil er sich vom Pontifex eine schmerzhafte Selbstkasteiung gewünscht hätte. Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Ein Kommentar

  1. Die „Knobloch“ hat fanatische Züge. Jede Art von Fanatismus ist gefährlich.
    Im Übrigen: War es nicht so,daß die Juden Jesus verraten und gekreuzigt haben?

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