Der chinesische „Arzt“ Yang Yongxin staubt heute einen Klodeckel ab. Besser gesagt: Er hat ihn sich mit viel Energie gesichert. Der Psychiater hat nämlich selbst im ganz und gar nicht zimperlichen China großes Aufsehen damit erregt, dass er jugendliche Internetsüchtige mit Stromstößen zur Raison zu bringen versucht. Den von ihren Eltern dem „Elektroschocker“ anvertrauten Heranwachsenden soll deren Sucht mit bis zu fünf Milliampere ausgetrieben werden. Mehr als vier Monate soll die Therapie dauern – klar, dass anschließend keiner der Patienten mehr rückfällig wird. So recht zu gebrauchen sind die jungen Männer und Frauen dann allerdings auch nicht mehr. Kann man für die verzweifelten Eltern noch einen Funken Verständnis aufbringen, so fliegen einem bei „Dr. Mabuse“ sämtliche Sicherungen raus. Der menschenverachtende Folterer und seine Kollegen besitzen keinerlei psychotherapeutische Qualifikation, glauben aber fest an den Erfolg ihrer „Therapie für den Geist“. Es würde sicher helfen, Herrn Yongxin mal für eine Weile an seine Strommaschine anzuschließen.

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