Machtfaktor Massenpanik: Wie Politik und Medien ihre Herrschaft zementieren

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emmagrau / pixabay

Ein Hoax ist eine Falschmeldung. Bevor der englische Begriff Eingang in die deutsche Sprache fand, nannte man dies schlicht Schwindel, wenn es besonders amüsant war, gerne auch Jux. Das Ganze spielte sich eher im privaten Bereich ab, man nahm damit andere auf die Schippe, wie etwa beim Aprilscherz. Aber auch medial kam der Hoax in Form von Zeitungsenten immer wieder mal vor, wenn zuvor schlampig recherchiert worden war. Heute gehört er zum journalistischen Standardrepertoire, und mangelhafte Recherche ist nur noch äußerst selten der Grund für Falschmeldungen. Auch die Politik bedient sich nach Belieben der Technik irreführender Verlautbarungen, deren konzentrierte Form im neudeutschen „Framing“ kulminiert. Medien und Politik sind zu siamesischen Zwillingen verwachsen, die erzeugten Zerrbilder ihr Herrschaftsinstrument. Ergebnisoffene Debatten sind dabei verpönt, Zweifel sowieso. Regierungskritik wird als demokratiefeindlich eingestuft. Das Ringen um die beste Lösung, eines der definierenden Elemente der Demokratie, findet nicht mehr statt. Um ihre eigenen Falschmeldungen von denen anderer abzugrenzen, bedient sich die polit-mediale Kaste des „Fake News“-Begriffs. Wo immer er verwendet wird, weiß heute jedes Kind in Deutschland sofort: Hier geht es um Andersdenkende, die die vorgegebenen Wahrheiten kritisch hinterfragen. Innerhalb weniger Jahre wurde das Narrativ erschaffen, dass man diesen Menschen keinen Glauben schenken sollte. Man braucht ihnen nicht einmal zuzuhören. Was sie äußern, ist allein deswegen falsch, weil es sich nicht mit der veröffentlichten Meinung und den offiziellen Regierungsmitteilungen deckt. Ein beachtlicher Anteil der Bürger ist damit aus dem Diskurs verbannt worden.

Mit dem Stilmittel der Panikmache ist es Medien und Politik gelungen, ein Millionenheer von Gegnern zu entzweien

Mit dem Corona-Virus hat sich die tiefe Spaltung zwischen der polit-medialen Szene und Teilen der Bevölkerung weiter manifestiert. Doch die Strategen in der unter Druck geratenen Bundesregierung haben es geschafft, Corona für sich zu nutzen. Dabei kommt ihnen ein ungeschriebenes Gesetz zu Hilfe, nach dem sich die Mehrheit in Krisenzeiten hinter ihrer Regierung versammelt. Assistiert von Medien, vor allem den staatlichen, die ein Horrorszenario etabliert haben, ist hierzulande das große Lager der Regierungskritiker zerschlagen worden. Divide et impera – teile und herrsche! Schon die alten Römer hatten dieses Prinzip perfektioniert. Mit dem Stilmittel der Panikmache ist es Medien und Politik gelungen, ein Millionenheer von Gegnern zu entzweien – in eine Gruppe, die nach wie vor rational agiert, und eine andere, die vor Angst keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Und hier kommt der Hoax ins Spiel, das bewusste Verzerren der Realität. Nein, ich leugne Corona nicht. Ich bin davon überzeugt, dass es das Virus tatsächlich gibt. Ich bin mir auch sicher, dass es bereits seit einem Jahr existiert und sich in der ganzen Welt verbreitet hat. Wer dies negiert, ist tatsächlich kein adäquater Diskursteilnehmer. Einiges aber bestreite ich, nachdem ich mich zwar als Laie, aber mit unendlichem Fleiß in das Thema eingearbeitet habe: Ich bestreite, dass dieses Virus es rechtfertigt, Menschen eines Teils ihrer Grundrechte zu berauben. Ich bestreite, dass es angemessen war, ganze Volkswirtschaften zum Stillstand zu bringen und den massivsten Weltwirtschaftseinbruch seit fast 100 Jahren herbeizuführen. Und ich bestreite, dass es weiterer drakonischer Maßnahmen bedarf. Es ist ein fataler Irrweg, Politik danach auszurichten, jedes einzelne Leid verhindern zu wollen.

Die Unanständigen sitzen nicht im hinteren Publikum, sie sitzen in der ersten Reihe und sehen mit dem Zweiten besser

Ich höre sie schon, die Rufe der Zeugen Coronas: „Unsolidarisch!“, „Unverantwortlich!“, „Egoistisch!“ Wer die lebensverändernden Regulierungen hinterfragt, während Reporter sabbernd von weltweiten Infektionsrekorden und galoppierenden Todesfallzahlen berichten, gilt als unanständig. Doch wer ist hier unanständig? Sind es nicht eher diejenigen, die Panik erzeugen, statt sachlich zu informieren? Sind es nicht Politiker, denen immer neue Kennzahlen einfallen, um drastische Einschränkungen zu rechtfertigen? Sind es nicht Journalisten, die mit falschen Bildern tricksen und mit Horror-Headlines täuschen? Nein, liebe Leser, die Unanständigen sitzen nicht im hinteren Publikum, sie sitzen in der ersten Reihe und sehen mit dem Zweiten besser. Und sie sitzen in Berlin, wo sie vorsorglich bereits einen tiefen Wehrgraben errichten lassen. Wer im Bewusstsein der Falschdarstellung von Corona-„Kranken“ statt Corona-„Infizierten“ spricht, wer so tut, als sei eine immer weiter ansteigende Zahl festgestellter Infektionen bei fortlaufend ausgeweiteten Testkapazitäten und einem geringen Anteil schwerer Verläufe die Vorstufe zum Armageddon, wer über ein halbes Jahr nach den ersten Fällen immer noch Statistiken führt, die jeden als Corona-Toten erfassen, der irgendwann an irgendetwas verstorben ist, selbst wenn er zuvor längst genesen war und durch einen Unfall zu Tode kam, der ist hochgradig unanständig! Es ist bedrückend, dass die Masche derart breit verfängt. Fast scheint es, als suhlten sich viele Bürger dieses Landes geradezu in der Corona-Panik. Die „German Angst“ trägt endlich das Gütesiegel der Politik, das bei der Sorge vor der millionenfachen Zuwanderung noch so vehement verweigert worden war.

 

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10 Kommentare

  1. Lieber Herr Paymani, dieser Aufsatz bringt es auf den Punkt. Ich spüre aber zunehmend bei mir Ohnmacht. Mit Corona wurde ein autoritäres Regime fast weltweit etabliert, der deutsche Untertan fügt sich dem in seiner Mehrheit. Gestern wurde ich von einer Dame mittleren Alters angeranzt, weil ich angeblich die Abstandsregel beim Schlangestehen für einen Kaffee nicht eingehalten habe. Die Sicherheitskräfte können ohne Unterstützung der herrschenden Klasse als Rassisten beschimpft werden. Der migrantische
    Mob in Allianz mit den linken Faschisten der Antifa randalieren und verwüsten deutsche Innenstädte, die Universitäten werden von linksgrünen
    Neorassisten mit ihrer Identitätspolitik beherrscht, die sie eigne Ethnie zu neuen Untermenschen deklassiert, insb die alten weißen Männer. Es fehlt die organisierte Gegenwehr gegen diesen selbstzerstörerischen Irrsinn. Die FDP ist ein Totalausfall, die CDU hat unter Merkel die Seiten gewechselt und die AfD lähmt sich selbst, weil sie chauvinistischen Kollektivisten nicht los wird.

  2. Meinem Mit-Kommentator, Herrn Triller, kann ich nur zu 100% zustimmen: Das Gefühl von Ohnmacht und zunehmender Resignation lässt sich nicht leugnen und ein organisierter Zusammenschluss gegen den herrschenden Ungeist bleibt wohl leider ein Traum….
    Umso wichtiger sind die immer unverzichtbarer werdenden Formate wie Liberale Warte, Publico, Vera Lengsfeld und oft auch der Fassadenkratzer.
    Herr Peymani hat heute wieder einen hervorragenden, sehr wahren, aufrüttelnden und durchaus kämpferischen Beitrag in die Öffentlichkeit gefeuert.
    Danke dafür – möge er viele Gehirne erreichen, die noch nicht vollständig dem panikerfüllten Corona-Klima-Racism-Gernder-Untertanengeist verfallen sind.
    Beim Durchlesen dieses tollen Essays stieg in mir die schöne Vorstellung eines über der Mitte Berlins kreisenden Helikopters auf, aus dessen geöffneten Luken 100.000 Flugblätter herabsegeln…

    1. Die Männer des 20.Juli hätten das Kriegsende in der Etappe abwarten sollen. Wenn ich sehe, was 7 Jahrzehnte später aus Deutschland geworden ist, war das Opfer unnötig.

  3. Harte Zeiten für Klardenker! Sie sind die Opfer des mainstream-Terrors. Jetzt wird aber auch der Spreu vom Weizen getrennt!
    Trotzdem: Wir müssen Nachsicht walten lassen. Wir müssen einräumen, dass die Vorstellungskraft von sehr vielen Bürgern nicht ausreicht, den inzsenzierten Betrug zu erkennen. Wir gehören alle miteinander nach wie vor zur Menschheitsfamilie…

  4. Ich bin vor einigen Wochen vom Zugbegleiter angeschrien worden, weil ich die Maske nicht aufhatte: „Wenn ich dir noch einmal sagen muss, dass du die Maske zu tragen hast, ist der nächste Halt deiner!“ Zweimal (zuletzt heute Morgen) wurde ich im Zug von einer hysterischen Frau angeranzt, weil ich die Maske nicht trage. Sie fühlte sich tatsächlich durch aus vier Metern Entfernung bedroht. Und heute Abend wurde ich vom Busfahrer ohne Umschweife rausgeschmissen und zwar mit den Worten: „Aussteigen! Nee, Sie brauchen sich die Maske gar nicht erst aufziehen. Raus!“ Dieser Corona-Wahn führt dazu, dass die einzelnen Leute auf der Alltagsebene gegeneinander aufgewiegelt werden, wenn man sich gegen diese absurde Maskenpflicht und andere Gesslerhutgängeleien sträubt.

    Und dann diese klebrige, wohlig-gefühlige und tantenhafte Kindergartensprache! „Gemeinsam gegen Corona“, „Zusammenhalt“, „Anstand mit Abstand“, „die AHA-Formel gegen Corona: „Alltagsmaske [was eine monströse Wortschöpfung], Händewaschen [Klar, ich brauche eine Regierung dafür um zu wissen, dass man sich regelmäßig die Hände waschen sollte], Abstand“, „Ein Lächeln geht auch mit Maske“ usw. Und die meisten Leute fügen sich anstandslos oder finden das sogar super, sie suhlen sich in der Tat in ihrer linken BRD-Ideologieblase.

    Ich habe dieses Land und dieses Volk längst abgeschrieben. Republik und Demokratie sind längst zertrümmert, das System wird nun zunehmend in ein die ganze westliche Welt umfassendes linkes Ideologieimperium verwandelt. Der Bildersturm gegen Denkmäler in den USA und Großbritannien durch linksextreme Mobs sind ein weiterer Meilenstein auf dem Weg in die Diktatur.

  5. Danke, sehr gut auf den Punkt gebracht. Ich habe mir inzwischen angewöhnt, keine Artikel und Nachrichten mehr zu lesen und anzuhören, wo das Wort Corona antönt. Es ist nur noch zum Lachen, was uns hier vortheatert wird …
    Ich hatte gestern eine interessante Analyse gefunden, die darlegt, dass das, was wir gerade erleben, an Folter grenzt:
    http://faszinationmensch.com/2020/07/20/laufen-die-weltweit-getroffenen-corona-masnahmen-auf-folterung-hinaus/

  6. Der Artikel von Autor Peymani ist besonders gelungen, weil er zwischen dem befremdlichen und schockierenden Ereignis, der Corona Grippe, und deren polischer und medialer Verarbeitung, einen Sinnzusammenhang stellt: die Instrumentalisierung. Damit wirkt er gegen die eigentlich nicht nur gesundheitlich, sondern auch politischen gefährliche Hysterie. Die Krankheit mag spontan, d.h. ohne gezielt vorsätzlichen Einfluß des Menschen entstanden sein, wie sich auch Grippe Virenstämme regelmäßig im Spiel der Evolution durch Mutation weiter entwickeln. Die natürliche Antwort erfolgt durch Anpassung des Immunsystems des Menschen. Beiden species Mensch und Viren entwickeln sich im Dialog. Krankheit kann ein Risikofaktor für das Sterben sein. Das ist nicht neu. Vermessen ist der Anspruch Corona zu besiegen, genau so vermessen, wie den menschlichen Tod oder die Tragik zu überwinden. Corona hat die Sterblichkeit anderer Erkältungskrankheiten nicht nennenswert übertroffen. Der Tod wurde als Tragik innerhalb von persönlichen und familiären Beziehungen empfunden. Hier weist Peymani aber darauf hin, daß das Thema als mediales und politisches Thema instrumentalisiert wird: es wird Panik geschürt. Das Spiel lautet: play panic. Bei dieser ideolgischen Überspanntheit werden wirtschaftliche Einbußen ungenügend wahrgenommen. Unter der medialen Dauerberieselung mit diesen Schreckensthemen werden Individuen zu Massen: Die bürgerliche Vernunft wird ausgeschaltet durch die Angst. Nackte Panik reagiert. Für die Politik ist das ein windfall profit. Merkel hatte schon vorher die Klima-Katastrophe ausgerufen als Ermächtigungs-Legitimation, um sich von dem Grundgesetz zu emanzipieren. Die demagogischen Politiker brauchen nur zuzugreifen: Die bürgerliche Reserviertheit, die darauf beruhte individuell seine Lebensrisiken durch erfolreiche wirtschaftliche Tätigkeit zu meistern, löst sich auf. Menschen werden zu Massen und zum Spielball dieser Politiker. Die politischen Techniken sind nicht neu. Die rot-grünem Regemeparteien und Bewegungen stehen in der Tradition der Revolutionsideologie der Kommunisten. Es war die Strategie Lenins aus dem Krieg eine Katastrophe zu machen und sie für die Machtergreifung der Bolschewiki zu nutzen. Die Revolutionsmythen handeln von den Massen, die im Straßenkampf die Macht an sich reißen. Halt! Nicht an sich, unter Führung der Bolschewiki für die Bolschewiki. Interessant ist die Transformation, die Bürger zu Massen werden läßt. Es geht um die psychische Wirkung der Angst als Urinstinkt. Die Masse wird für ihre Führer beweglicher. Die physikalischen Parameter machen sie handelbar. Die Dichte läßt Stimmungen aufkommen und schlaltet die Vernunft aus. Die Viskosität verringert sich. Das Gemisch wird dünnflüssiger und reaktionsschneller und damit explosiver. Beispielhaft dargestellt hat den ideologischen Stellenwert der boschewistische Kult-Film „Panzerkreuzer Potemkin“ von Sergej Eisenstein. In Deutschland wurde dieser Revolutionsmythos eifrig rezipiert unter dem Einfluß der Kommunisten. Man wollte nach dem Vorbild Sowjet Rußland den bürgerlichen Rechtsstaat hinwegfegen. Man fragt, wohin geht die Reise? Die Antwort: Ziel ist Sowjet Macht. Die Herrschaft der Revolutions-Spezialisten. Wirtschaftlich spielt sich das ausschließlich in der Distributionssphäre ab. Man braucht den Reichtum nur verteilen: das ist Sozialismus. Da nach Lenin die Wirtschaft in Deutschland zu seinen Zeiten schon vergesellschaftet war, brauchte man die Unternehmer nur durch Kommunisten ersetzen. Nachdem die Kommunisten in ihrer unsinnigen Revolution Millionen ermordeten und Millionen nach Zerstörung ihres Eigentums verhungerten, sollte die sozialistische Barbarei expandieren. Stalins Theorie des Sozialismus „in einem Land“ war eine temporäre Maßnahme aus der Not geboren. Ihr Ziel ist Weltrevolution. Mit großer Beliebigkeit werden alle verfügbaren Ideologien benutzt. Da ist Merkel genau so liberal wie Stalin.

    1. Sehr interessanter Kommentar! Das alles ist künstlerisch und beklemmend verarbeitet in „Nineteenhundredeightyfour“ von George Orwell, ein dystopisches Schlüsselwerk, das heute jeder mindestens einmal gelesen haben sollte….

  7. Das eigentliche Problem ist die erschreckende Tatsache, daß die Menschen nicht mehr in der Lage sind zu erkennen, wie sehr sie bereits geistig manipuliert wurden und auch weiterhin manipuliert werden. Angst muß verbreitet werden, denn Angst lähmt eigenständiges Denken. Erst wenn der Mensch zu denken beginnt, kann er die Wahrheit erkennen und sich zur Wehr setzen.
    Und aus diesem Grund werden wir weiter im Zustand der Angst gehalten; Corona dient dazu als probates Mittel, obwohl das Virus schon lange existiert und jetzt nur als Mittel zum Zweck eingesetzt wird.

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