Pubertäre Sinnsuche: Die Bewusstseinskrise der herrschenden politischen Klasse

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Das zu Ende gehende Jahrzehnt dürfte als Wendepunkt unserer Demokratie in die Annalen eingehen. Vernunftorientierte Sachpolitik gehört der Vergangenheit an. Es regiert der Hype. Parlamente sind zu Theatern verkommen, in denen mittelmäßige Laienschauspieler ein schlechtes Rollenspiel aufführen. Ihre sinnleeren Worthülsen täuschen nur noch den unaufmerksamen Zuschauer darüber hinweg, dass die Parlamentarier den Kurs des Landes nicht mehr bestimmen. Durch ihre jahrelange Anbiederung an intolerante Kollektivisten und totalitäre Moralwächter haben sie das Heft des Handelns aus der Hand gegeben. Die Berufspolitik hat sich zur Marionette eines Zeitgeistes gemacht, den Lobbyisten, Medienschaffende und Nichtregierungsorganisationen geformt haben. Auf der Suche nach dem Sinn des eigenen Daseins gibt das politische Personal ein Bild des Jammers ab, und es wäre größtenteils bereits obsolet, hätte der Parteienstaat sich nicht längst gegen jegliche Möglichkeit immunisiert, ihn seiner Pfründe und seiner Mandate zu berauben. Parlamentarier haben heute vor allem noch die eine Aufgabe, ihrer Partei den Zugang zu den politischen Machtzentren zu sichern, die unerlässlich dafür sind, dem eigenen Parteibetrieb eine breite Präsentationsfläche zu sichern und den Mitgliedern die Aussicht auf möglichst viele lukrative Posten. Wo niemand mehr gestalten will, bedarf es auch keiner Überzeugungen mehr. Und so haben die großen Parteien ihre politischen Grundsätze aufgegeben. In ihre Führungsapparate haben sie sich das zur Beliebigkeit passende Personal gewählt. Intellektuelle Schlichtheit und fachliche Unvollkommenheit sind da beileibe keine Ausschlusskriterien mehr.

Der am Eigennutz orientierte Pöbel setzt seine politischen Forderungen per Stigmatisierung, Einschüchterung und Dogmatisierung durch

Wir sind in der Ochlokratie angekommen, der „Pöbelherrschaft“, in die Demokratien münden, wenn die Regierenden nicht mehr regieren. Der am Eigennutz orientierte Pöbel setzt nun per Stigmatisierung, Einschüchterung und Dogmatisierung seine politischen Forderungen durch, notfalls auch mit Gewalt. Die Demokratie interessiert ihn nur insofern, als er sie für die Verwirklichung seiner egoistischen Ziele benötigt. Längst hat er es über seine Interessenvertreter in die Parlamente und sämtliche staatlichen Institutionen geschafft. Wo in einer immer unübersichtlicheren Welt Führungspersönlichkeiten und Fachleute dringender denn je gebraucht werden, verhilft der Pöbel jenen Parteien zum Erfolg, deren unzureichend gebildetes und unterdurchschnittlich kompetentes Personal eine möglichst minimale Beschäftigung mit Sachfragen verspricht. Denn Klugheit und Wissen sind die Feinde jeder Ideologie, ohne die die Pöbelherrschaft nicht funktioniert. Über seine mediokren Marionetten in den politischen Gremien sichert er sich eine immer üppiger fließende staatliche Alimentierung. Er gewinnt auf diese Weise an Kraft und zieht immer neue Kreise an, die darauf hoffen, ebenfalls Einfluss zu gewinnen und mitzuverdienen. Dem Pöbel haben sich inzwischen weite Teile der Wissenschaft angeschlossen, aber auch unzählige Kulturschaffende und ein Großteil der Medienvertreter. Sie alle leben davon, dass der Staat eine bestimmte politische Haltung unterstützt und jeden belohnt, der ihr zur Geltung verhilft. Mit ihrer Autorität und Popularität verleihen Wissenschaftler und Künstler dem ochlokratischen Regime eine Stärke, gegen die die Vernunft keine Chance mehr hat.

Noch glauben die Regierenden, die Massenhysterie beherrschen und für die gewünschten Zwecke nutzen zu können – ein Trugschluss

Besonders anschaulich lässt sich dies an der aktuellen Klimapolitik zeigen, die alle Merkmale einer Massenhysterie aufweist und keinem Argument mehr zugänglich ist. Basierend auf einer scheinbaren wissenschaftlichen Grundlage, fordert sie den bedingungslosen Glauben an Behauptungen ein, die wir erst in Jahrzehnten überprüfen können. Mittels eines immer mehr zugespitzten Bedrohungsszenarios sprechen die angeblichen „Klimaretter“ die Urängste des Menschen vor einer ungewissen Zukunft an. Die politische Kaste schürt diese Ängste und verleiht dem Wirken der Hysteriker damit die moralische Legitimation. Sie nutzt das (Gefühls-)Chaos zur Etablierung zusätzlicher Steuern und Durchsetzung weiterer Eingriffe in die Freiheitsrechte der Bürger. Noch glauben die Regierenden, die Massenhysterie beherrschen und für die gewünschten Zwecke nutzen zu können. Mehr und mehr deutet sich aber an, dass die zunehmend radikale und immer schlagkräftigere Klimabewegung außer Kontrolle geraten könnte. Dass die pubertäre Sinnsuche der klimahysterischen Pöbelarmeen inzwischen zum Maßstab der Regierungspolitik geworden ist, sagt viel über die herrschende politische Klasse. Sie sollte sich in ihrer eigenen Bewusstseinskrise jedoch klarmachen, dass sie dem Verfall der Demokratie Vorschub leistet, wenn sie zu überleben hofft, indem sie sich mit dem Pöbel verbündet. Weitaus drängender als die vermeintliche Klimarettung ist die Rettung unserer Demokratie. Hierfür ist es tatsächlich fast zu spät. Leider liegt es in der Natur der Sache, dass daran weder Klimaapokalyptiker noch Politiker ein Interesse haben. Macht und Geld verspricht ihnen die Demokratierettung nämlich nicht. Im Gegenteil.

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23 Kommentare

  1. Absolut richtig. Danke für Ihre mutigen Kommentare. Leider erreichen Sie nur eine Minderheit. Der in Ihrem Kommentar genannte Pöbel samt Unterstützern in den Medien u. Politik will davon NICHTS wissen!

  2. Sehr geehrter Herr Peymani,
    ich teile Ihre Auffassung zu der Entwicklung in den großen Parteien (ich denke, Sie meinen in erster Linie SPD und CDU als ehemals sog. Volksparteien). Aus den von Ihnen genannten Gründen ist in schöner Regelmäßigkeit zu erkennen, dass es vor allem auch dort an dem Willen fehlt, gegen den („Main-„)Strom zu schwimmen und so zur Quelle zu gelangen. Bequemlichkeit, fehlende bzw. wechselhafte Überzeugung und/oder fehlender Sachverstand befördern diese Feststellung, die am Beispiel der Klimapolitik deutlich zu Tage tritt. Aber es gibt noch ein anderes krasses Beispiel, das mich seit Jahren empört, aber die von Ihnen beschriebenen Zustände in der Berufspolitik eindrucksvoll bestätigt. Es ist der Umgang der Parteien mit dem sich immer weiter aufblähenden Bundestag. Für mich mittlerweile ein eklatanter Verstoß gegen das Grundgesetz und das ganz ohne externe Einwirkung durch Panikmacher und NGO´s etc. Sie beschreiben das dazugehörige Handeln der Parteien im ersten Absatz Ihrer Kolumne. Es sitzen mittlerweile 111 (von insgesamt 709!) Politiker im Bundestag, die gar nicht gewählt wurden und niemand dort hat (entschuldigen Sie bitte meine Ausdrucksweise) den
    „Arsch in der Hose“ dies immer und immer wieder anzugehen. Hierfür würde man auch keine großartige Überzeugung oder fundierten Sachverstand benötigen. Es reicht ein Blick in Art 38 GG und Art 20 GG. Solange hier nicht aufgeräumt wird, werden Sie mit Ihren Feststellungen zu allen Fragen der Gesellschaftspolitik leider Recht behalten.

  3. Es sind immer die gleichen dummen Argumente, die jegliche echte Demokratie verhindern. Einem gezinkten Kartenspiel gleich, wird so getan als wäre die jetzige Form die wahre Demokratie. Ist es aber nicht! Wie Peymani treffend analysiert ist es eine Ochlokratie. Gekaufte Wissenschaftler (Klimaforscher usw) werden durch Selektion mit Fördermitteln benutzt, um die hysterischen Massen in Ihrem Wahn zu bestätigen und Stimmen für ein Verbleiben an den Steuertöpfen zu sammeln.
    Wie im richtigem Leben sind Demokraten so rar wie Edelsteine. Finanzminister die ihrer Überzeugung wegen zurückgetreten sind, Politiker die ihr Mandat zurück gegeben haben sind die Ausnahmen. Eine richtige Überzeugung wurde auch Kanzler Schmidt zum Verhängniss. Immer wieder wird von roten oder braunen Sozialisten das Paradies versprochen. Am Ende wird im roten Sozialistenparadies, wie in Kuba jetzt, die Ernte in Ochsenkarren eingebracht, Menschen leben in Armut, Freiheit abgeschafft, während die Elite es sich gut gehen lässt. Gerne nehme ich ein paar Superreiche in Kauf wenn der Lebensstandart steigt und Arbeitplätze geschaffen werden. In Allen sozialistisch regierten Ländern ist die Gleichheit nur in absoluter Armut geschaffen worden. Dummheit ist halt nicht nur ein Privileg der Proleten, gefählicher ist der theoretisierende akademische Abschaum.

    1. Anmerkung: Wenn es eine Demokratie ist, wie sind dann die zusätzlichen 111 ungewählten Bundestagssitze zu erklären oder eine Eu Spitze die nicht zur Wahl stand? Also vom Volk gewählte Politiker werden im Parteiengeklüngel ab oder eingesetzt je nach Gusto. Wählerwille oder Parteiendiktatur, das ist die Frage.

  4. Demokratie in Europa ist Mangelware und Regierungen ebenfalls, es sind Geschäfte und Vereine ohne jegliche Rechte. Gesetze können nur STAATEN heraus geben und auch Beamte , Richter
    sowie sogenannte Staatsanwälte existieren nur in Souveräne Staaten. Das was die Medien machen ist ein aufgebautes LÜGENGEBILDE, genannt MATRIX.

    1. In einem Land, in dem die leistungslosen Einkommen höher sind als die aus Erwerbsarbeit, sollte man über Räuberbanden besser nicht so laut nachdenken. Sei also froh, dass der Pöbel das System noch nicht verstanden hat, sonst wird’s eng in der Villa.

  5. Die Knechtklasse eben, der Pöbel zieht sich von der westlichen Machtpyramide durch bis zur Basis, der Masse, welche auch gleich agiert, den Strang wieder nach oben gesehen. Irrational, hysterisch, entartet. Und der „normale“ Mann, der einfache Mensch, kann sich auch schlecht ausmalen wie heruntergewürdigt das Geschmeiß aus der Machtpyramide ist.

    Es wird hier der Eugenik ähnliche Maßnahmen brauchen, um wieder die Besseren an die Macht zu bringen, welche dann eine lebenswerte Gesellschaft für die meisten herstellen können.

    Die hier aufgefahrenen Geschichtchen und Erklärungsmuster sind zum Erbrechen, wie die Schubladen in die sich ein gesunder Mensch begeben soll und die Möglichkeiten, welche sich daraus ergeben. Unsere Ahnen kotzen sich voll vor Scham.

    Mit den derzeit installierten Funktionseliten, wie auch dem Gesindel, welches hier seit Jahrunderten den Mist eintütet, ist das nicht zu machen. Leider, hier wird man sich über kurz oder lang trennen müßen lernen. Das bewerkstelligen entweder wir Europäer selber oder es marschieren halt irgendwann mal andere Rassen, Völker, Kulturen und Religionen ein und machen das halt nebenher. Kein Thema!

  6. Ich stimme Ihrer Bewertung der politischen Kaste zu. Dagegen halte ich Ihre Einschätzung der Lage als Ochlokratie für falsch. Vielmehr befinden wir uns in einer Oligarchie, die von der globalen Finanzelite bevölkert wird. Diese Gruppe hat die Demokratie noch nie akzeptiert und sie von Anbeginn bekämpft. Ihr Gesellschaftsideal ist der Feudalismus, in dem der Geldadel die gemeine Bevölkerung nach Belieben ausbeuten und kontrollieren kann. Die Politkaste ist dabei nur der lokale Kleinadel, der sich mit dem Plebs herumschlagen muß. Am Beispiel der Klimarettung sieht man, wie die Oligarchie ihre Interessen durchdrückt: die Klimaapokalypse wurde von der UNO – der globalen Agentur der Oligarchen – inszeniert, und dem Pöbel wird eingebleut, dass er auf seinen Wohlstand verzichten muß, um die Welt zu retten. Den Reibach macht die Elite, der Kleinadel kriegt Jobs und das Fußvolk bezahlt ohne Murren die Rechnung. So geht Neo-Feudalismus. Die gleiche Masche läuft bei Gender-Mainstreaming und geordneter Migration.

    1. Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich gebe Ihnen in Ihrer Betrachtung grundsätzlich recht. Allerdings ist es ein Wesensmerkmal der Ochlokratie, dass die am wenigsten Befähigten in höchste politische Ämter gespült werden. Dass die scheinbar regierende Politik nur als Laufbursche supranationaler Organisationen fungiert, kommt hinzu, widerspricht aber dem Ochlokratie-Gedanken nicht.

  7. Ich habe Ihren Beitrag, Herr Peymani, erst heute (über Vera Lengsfeld) gelesen. Mein Kommentar:

    Gut gebrüllt, Löwe. In gewisser Weise aber eben auch nur mit donnernder Stimme von einer Kanzel: „Kehret um“, etc.pp. Keinerlei Hinweise, was zu tun ist, und insbesondere was der Einzelne tun kann.

    Und zu diesem „mit donnernder Stimme von der Kanzel“ passt auch eine Kleinigkeit, nämlich wenn Sie am Schluss schreiben:
    „…sagt viel über die herrschende politische Klasse. Sie sollte sich in ihrer eigenen Bewusstseinskrise jedoch klarmachen, dass sie dem Verfall der Demokratie Vorschub leistet, wenn sie zu überleben hofft, indem sie sich mit dem Pöbel verbündet.“

    „sollte…“ Warum? Dass sie dem Verfall der Demokratie Vorschub leistet, das interessiert die herrschende politische Klasse (aus für sie selbst guten Gründen) doch überhaupt nicht, wie Sie selbst, Herr Peymani, vorher seitenlang klargemacht haben.

    Nein sorry, Herr Peymani: gut gebrüllt, aber inhaltlich nur mit viel Wohlwollen knapp noch ein „befriedigend“. Bitte üben, das sollten Sie auch besser können.

    1. Sehr geehrter Herr Kübler,

      als Kommentator auf meinem Blog haben Sie sich vor kurzem mit falschen Behauptungen und unztreffenden Bezichtigungen eingeführt. Ich habe Ihnen dies nachgesehen. Vielleicht war das ein Fehler. Zur Ihrer „Kritik“ möchte ich Ihnen sagen, dass es überhaupt keinen Widerspruch darstellt, jemanden zu etwas aufzufordern, wissend, dass die Bereitschaft dazu bisher gefehlt hat. Ihrer Logik nach wäre ansonsten jeder Appell grundsätzlich nutzlos. Dem ist natürlich nicht so. Was den Wunsch nach Lösungen angeht, so habe ich diese immer und immer wieder in den verschiedensten Texten geliefert. Dass ich mich diesbezüglich nicht im Wochenrhythmus wiederhole, versteht sich von selbst. Um mit der Ihnen eigenen Spitzfindigkeit zu schließen: Ein bisschen zu tief geflogen, Falke. Das können Sie besser, bitte dringend üben!

      1. Lieber Herr Peymani,

        „als Kommentator auf meinem Blog haben Sie sich vor kurzem mit falschen Behauptungen und unztreffenden Bezichtigungen eingeführt. Ich habe Ihnen dies nachgesehen.“

        wie Sie richtig sagen, hatte ich Sie vor kurzem gänzlich unangemessen angesprochen. Anlass dafür war eine statistisch seltene Konstellation mit einem anderen sehr ähnlichen Blog, den ich verwechselt hatte, aber ich hätte Sie ohne jeden Zweifel nicht so unangemessen verdächtigen dürfen. Dafür hatte ich um Ihre Entschuldigung gebeten, die Sie mir auch gewährt hatten.

        Allerdings nur anscheinend, denn sonst hätten Sie dies nicht hier wieder aus der Tasche gezogen. Die damalige Kränkung (oder eher diese von Ihnen so empfundene neue jetzt?) war also anscheinend zu tief, um von Ihnen entschuldigt werden zu können.

        Damit sind wir bei meinem aktuellen Kommentar zu Ihrem Artikel. Der Kommentar erklärt sich für jeden normalbegabten Leser selbst, ist knapp und so offensichtlich inhaltlich richtig, dass er von mir nicht wiederholt zu werden braucht. Ich hatte Ihren Artikel auch nicht denunziert, sondern trotz meiner kritischen Sicht noch ein – natürlich subjektives – wohlwollendes „befriedigend“ gegeben.

        Statistisch die allermeisten Autoren möchten sich anerkannt fühlen, statistisch ein nicht unwesentliches begleitendes Motiv für ihre jeweilige erhebliche Blog-Arbeit.

        Mein „befriedigend“ hat bei Ihnen ein eventuelles (ich betone „eventuelles“) solches Bedürfnis nicht befriedigt. Zusätzlich könnte (ich betone „könnte“) meine ebenso knappe wie klare kritische Bewertung bei Ihnen auch eine Negativemotion insofern ausgelöst haben, dass Sie ihre Berechtigung sofort erkannt haben. Für un-intelligent halte ich Sie nämlich auf keinen Fall.

        Für dieses Alles müsste ich aber keinesfalls um irgendeine Art von Entschuldigung oder Nachsicht bitten, und tue das auch nicht. Mein von Ihnen kommentierter Kommentar steht für sich und kann so auch bestehen.

        MfG Falk Kuebler

        1. Ich habe Ihnen klargemacht, warum ich Sie hier besser nicht freigeschaltet hätte. Nicht, weil Sie kritisieren, damit kann ich leben. Ich habe auch kein ausgeprägtes Bedürfnis, von meinen Lesern gestreichelt zu werden. Mich stört Ihre überhebliche Selbstgefälligkeit, mit der Sie kommentieren. Ihnen mein diesbezügliches Missfallen zu übermitteln, ist der einzige Grund dafür, dass ich mir überhaupt die Zeit nehme, mit Ihnen in den Dialog einzusteigen. Damit dürfte nun alles gesagt sein.

          Freundliche Grüße,
          Ramin Peymani

  8. Mh, der Pöbel sind ja eigentlich wir rechten alten weißen Männer, vorzugsweise aus dem Osten. Zumindest denken das die Oberschicht/Obere Mittelschicht-Klimaretter*_Innen. In Anbetracht der schrottigen und religiösen Studienfächer des politisch korrekten Milieus könnte man im Sinne des Genossen Marx ja auch vom „akademischen Lumpenproletariat“ sprechen.
    Jetzt muß man das nur noch ins Griechische übersetzen…hat jemand das Graecum?

  9. Sehr geehrter Herr Peymani!
    ALLES was die letzten 20 Jahre passiert dient der Abschaffung der Demokratie und der Errichtung der „Vereinigten Staaten von EUropa“ aka EUdSSR, wie mehrfach von Trinkern in Brüssel kolportiert…
    „Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie & soziale Marktwirtschaft für alle Zeiten“ Merkel`s Ankündigung der Zerstörung D`s, wollte nur niemand „so verstehen“… Auch die Ankündigung: „in 20 Jahren färt keiner mehr individuell Auto“ wurde belächelt, gerade von den Konzern Bossen. Heute geht ein Zulieferer nach dem anderen Pleite… „wir schaffen das!“ war ja auch nicht auf die Bürger bezogen, sondern darauf, dass „sie/die Volkszertreter“ damit durch kommen! usw usw
    Im Übrigen haben 2017BTW fast 90% für ein: weiter so! gestimmt, also alles nach Plan!
    Das aktuelle Sytem bezeichne ich als: kapitalistischen Kommunismus (Anleihen Peking`s sind nicht zu übersehen, siehe „Panda-Diplomatie“)

  10. Ihre Darlegungen sind im ersten Abschnitt sehr überzeugend: die repräsentative Demokratie erweist sich in unserem Land wieder einmal als schwächliche Demokratieform (Hitler ist auf parlamentarischen Weg zur macht gekommen). Sie höhlt immer mehr aus: die Gewissensfreiheit der Parlamentarier ist nur noch ein Witz, Fraktionszwang und Hinterzimmerbefehle der Partei- und Regierungsspitzen bestimmen die Politik im Bundestag. Es wird über die pseudodemokratisch-elitären Strukturen der EU gesetzgeberisch über Bande am Parlament vorbei gespielt, welches zum reinen Abnickverein degeneriert. Die Freiheit wird durch Propagandaprogramme wie dem „Kampf gegen rechts“, antiliberale Gesetze wie dem Netzwerkdurchsuchungsgesetz des wohl schlechtesten Justizministers der Bundesrepublik und einer immer aggressiveren Hetzstimmung gegen die politische Konkurrenz in Verbindung mit gewalttätigen Organisationen wie der Antifa schrittweise abgeschafft. Daher bin ich ein überzeugter Verfechter von zwei Prinzipien: erstens für wesentliche Entscheidungen ist der Souverän direkt zu befragen, daher Direkte Demokratie analog dem erfolgreichen Schweizer Modell und zweitens für einen Minimalstaat, wir brauchen nicht mehr sondern weniger Politik und Politiker. Die Kompetenz von Politikern sollte auf das Notwendigste begrenzt werden. Wir haben immer noch eine recht ordentliche Verwaltung, genug Gesetze und Regeln (tatsächlich viel zu viele). Daher sollte die Politik nur noch in wirklichen wichtigen Fällen tätig werden, anstatt sich unendlich in unser Leben einzumischen.
    Beim zweiten Teil, der sprachlich brillant ist, fehlt mir aber eine Klärung, was denn in unserem System die Rolle des Pöbel wahrnimmt: die so genannte Zivilgesellschaft mit ihren NGOs, die Sozial- und Asylindustrie, die Klimahysterikerbewegungen, die „altruistischen“ Menschenschlepper wie Claudia Rakete eine ist, die neue Öko-Bourgeoisie der Windparks? Denn ursprünglich war mit Pöbel die ungebildete, brutalisierte Unterschicht gemeint, die hat in unserem System gar nichts zu sagen.

    1. Lieber Herr Triller,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie beschreiben den Parteienstaat und seine Gefahr für die Demokratie auf hervorragende Weise. Was die aufgeworfene Frage nach dem Pöbel angeht, so ist es in der Tat so, wie Sie vermuten: Der Pöbel ist in den westlichen Staaten des 21. Jahrhunderts nicht mehr die ungebildete, gesetzlose Unterschicht, sondern das Millionenheer staatlich alimentierter NGO-Krieger aller möglichen Couleur sowie deren verlängerter Arm in den Parlamenten.

      Herzliche Grüße,
      Ramin Peymani

      1. 3 nette Beispiele für den neugewachsenen Pöbel:
        Juncker zum Abschied: „bekämpft die dummen Nationalisten“ – die die Eliten beim Machtkampf stören.
        Söder zum Einstieg: „der Rundfunkbeitrag muß erhöht werden“ – die Propaganda hat noch nicht genügend eingeschlagen.
        Deutsche Umwelthilfe: „Böller müssen verboten werden“ – auch die Vulkane sollten abgeschafft werden.
        Herr Peymani: möchte mich täglich bei Ihnen bedanken. Tue es wenigstens gedanklich.

    2. Herr Tiller
      Ein Punkt ist offenbar noch nicht richtig ins allgemeine Bewußtsein gedrungen, die korrumptive Höhe der Diäten der Abgeordneten. Die wenigsten können oder wollen es sich leisten, gegen die Parteiführung aufzustehen.
      Ich habe jahrelang darüber sinniert, wo der Goebbels der Jetztzeit sitzt. Verschiedene Infos führten zu der Erkenntnis, daß er jetzt dpa heißt, und, daß die meisten Journalisten genau so denken: sozialistisch halt. Nur so kommt es zu einer Meinungsdiktatur.
      In allen sozialistischen Richtungen ist auch der Antisemitismus zuhause.
      Und noch eins. Der Sozialismus mit seinem Verwahrlosungsbestreben hat es geschafft, daß wir jetzt von Pöbel regiert werden.

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