Die Ampel steht auf Grün: Deutschland wird zum Hauptquartier der Ökosozialisten

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Hans / pixabay

Als ich am vergangenen Freitag eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Sondierungsgespräche erhielt, las sich diese zunächst sehr ordentlich: Keine Erhöhung der Einkommen-, Unternehmens- oder Mehrwertsteuer, keine neue Substanzbesteuerung, mehr Investitionen in Digitalisierung, Bildung und Entbürokratisierung, der Einstieg in eine kapitalgedeckte Rentenversicherung und das Bekenntnis zu Schuldenbremse und Stabilitätspakt. Nicht schlecht, dachte ich, doch hätte ich ahnen müssen, dass das 12-seitige Dokument neben diesen wohlfeilen Absichtserklärungen sehr viel Besorgniserregendes enthalten würde. Die Sondierungsergebnisse der künftigen Koalitionäre triefen vor linker und grüner Ideologie. Konsequent haben sich SPD und Grüne unter Zuhilfenahme der FDP dem Ziel verschrieben, den von Angela Merkel eingeleiteten Staatsumbau zu Ende zu führen. Und so liest sich das Manifest der Verhandlungspartner in weiten Teilen wie eine ökosozialistische Dystopie. Im Mittelpunkt stehen die radikale Durchsetzung des grünen Totalitarismus und die massive Ausweitung des Sozialstaats inklusive der umfassenden Alimentierung auch all derer, die nie etwas dafür getan haben, sich einen gewissen Lebensstandard zu erarbeiten. Die „Ampel“-Partner sehen es als eine ihrer Aufgaben an, die Lebensrisiken der Bürger abzusichern. Folgerichtig sucht man den Begriff der „Eigenverantwortung“ – einst Teil der liberalen DNA – im Sondierungspapier vergeblich. Jeder soll alles ausprobieren können, ohne Sorge vor den Konsequenzen seines Tuns. Der Staat wird es richten. Was so freundlich klingt, ist die weitere Ausbreitung der staatlichen Krake und die fortschreitende Entmündigung des Einzelnen. Dass die „Brot- und Spiele“-Taktik aufgeht, hat uns jüngst die Bundestagswahl vor Augen geführt.

Deutschland will zum Vorreiter bei den großen Transformationsprozessen werden und globale Absichtserklärungen in vorauseilendem Gehorsam in Recht umsetzen

Deutschlands Rolle in Europa und der Welt soll neu gestaltet werden. Die künftige Bundesregierung will hierzu von der Zuwanderung über die Umwelt-, Klima- und Energiepolitik bis zur Ausgestaltung sämtlicher Finanztransfers „deutsche Interessen im Lichte der europäischen Interessen definieren“. Die Aufgabe nationalstaatlicher Souveränität gipfelt in der Ankündigung, sich noch mehr als bisher den Vereinten Nationen und allen weiteren supranationalen Organisationen zu unterwerfen. Man will zum Vorreiter bei den großen Transformationsprozessen werden, indem globale Absichtserklärungen in vorauseilendem Gehorsam und notfalls auch im Alleingang in nationales Recht umgesetzt werden. SPD, Grüne und FDP wollen nicht nur deswegen die „Rechtsordnung der gesellschaftlichen Realität anpassen“. Angepasst werden soll aber auch das Staatsbürgerrecht, um noch mehr Einwanderung zu ermöglichen und dafür zu sorgen, dass Immigration per Gesetz praktisch nicht mehr illegal sein kann. Daneben will man die Partnerschaft mit Frankreich stärken, wobei es alles andere als ein Geheimnis ist, dass unsere Nachbarn kein Interesse daran haben, Deutschlands Belange zur Geltung zu bringen. Wer mit Frankreich für Europa zu kämpfen glaubt, tut nicht mehr, als für Frankreichs Interessen in der Europäische Union einzutreten. Die „Ampel“-Parteien sind davon überzeugt, die EU auf diese Weise handlungsfähiger zu machen. Doch so erstrebenswert eine gemeinsame Sicherheits-, Verteidigungs- und Entwicklungspolitik ist, darf die Identität unterschiedlichster Partner nicht gefährdet werden. Ein starkes Europa lebt von starken Einzelstaaten. Polen wollen keine Franzosen sein und Italiener keine Belgier. Zwangshochzeiten enden selten glücklich.

Schon der Tonfall des Ergebnispapiers offenbart die Gnadenlosigkeit, mit der das radikale grüne Programm in den kommenden vier Jahren umgesetzt werden soll

Den größten Raum im Papier der Sondierer nimmt erwartungsgemäß die Klimapolitik ein. Sie stützt sich auf die Erzählung vom menschengemachten Klimawandel und den irren Glauben, den Wandel eines Planeten, der Milliarden von Jahren älter ist als wir Menschen, entscheidend beeinflussen oder gar aufhalten zu können. Der Mensch soll das Klima retten. Was für eine Anmaßung! Welch grober Unfug! Wir können höchstens uns selbst retten, indem wir uns an die Veränderungen anpassen. Dass das Narrativ der Klimaapokalyptiker der alles bestimmende Faktor des Regierungshandelns ist, dürfte der bedeutendste Propagandaerfolg der vergangenen einhundert Jahre sein. Ganze fünfundzwanzig Mal kommt der Klimabegriff in irgendeiner Form vor. An Klarheit lässt das Manifest dabei nichts zu wünschen übrig; „drastisch“ soll der Ausbau sogenannter erneuerbarer Energien beschleunigt werden, man sieht sich dabei auf einer „gemeinsamen Mission“, entschlossen, „alle Hürden und Hemmnisse aus dem Weg zu räumen“. Schon der Tonfall offenbart die Gnadenlosigkeit, mit der die radikale grüne Agenda umgesetzt werden soll. Natürlich wissen auch die Grünen, dass sich selbst das gutmütigste Schaf nach vierjährigem Ausbluten nicht mehr freiwillig zur Schlachtbank schleppen wird. Das aktive Wahlrecht soll daher künftig ab 16 Jahren greifen, um genügend Nachwuchswähler zu rekrutieren, die in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts den grünen Wächterstaat vollenden helfen. Eine Absenkung des Alters der vollen Strafmündigkeit ist hingegen in der Anpassung der Rechtsordnung an die angebliche gesellschaftliche Realität nicht vorgesehen. Die „Ampel“-Koalition wird das Land verändern. SPD und Grüne wollen es so. Die FDP darf dabei mithelfen. Man wird es ihr nicht danken.

 

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15 Kommentare

  1. Meine Anerkennung, Herr Peymani, das Sie der Versuchung widerstanden haben irgendeine Ehrenrettung für die FDP zu konstruieren.

    Aber:
    „… mehr Investitionen in …“

    Staatliche? Ich hoffe nicht, denn Das bedeutete mehr Steuern.

    „… der Einstieg in eine kapitalgedeckte Rentenversicherung …“

    Nein, Danke. Dieses Mantra ist ähnlich falsch wie das heutige Dogma der staatlich zwangsverordneten Rentenversicherung.
    Die Rente ist Etwas was (zur gleichen Zeit) jeweils größere Teile der Bevölkerung betrifft und deshalb muss man hier nicht nur den betriebswirtschaftlichen Ansatz, sondern auch die volkswirtschaftliche Gesamtsicht beachten. Es ist unrealistisch anzunehmen das eine kapitalgedeckte Rentenversicherung auf Dauer nicht den Schwankungen der Konjunktur unterläge. Genauso haben breiteste Kreise der Bevölkerung überhaupt kein ernstes Interesse sich um Kapitalanlagen persönlich zu kümmern und geraten diesbezüglich dann wieder in Abhängigkeit zu Dritten.
    Die Wahrscheinlichkeit das Leute, wie Sie und ich, wahrscheinlich besser dastünden (bzw. „stehen“, denn ich bin selbstständig und Sie doch auch?) ist Nichts was die breite Masse der Bürger beträfe. Es braucht jedoch Lösungen die Allen gerecht werden.

    Der Fehler der heutigen staatlich organisierten Rentenversicherung ist nicht ihr organischer Ansatz, das die Rente auf quasi Generationen-Solidarität beruht, sondern allein das der Staat (die Politik) sich nahezu nach Belieben einmischen kann.
    Könnte ich hingegen eine solche Art der Rentenbversicherung freiwillig und geschützt vor Staatszugriffen wählen, würde ich mich dafür entscheiden.

    Zu dieser Aussage darf ich hinzufügen, das ich bereits heute (und bereits seit knapp 20 Jahren) als Selbstständiger freiwillig gesetzlich versichert bin, WEIL mir das, ganz rational betrachtet, die meiste Leistung für mein Geld bietet, denn mit dem was ich an Beiträgen LANGFRISTIG spare (gegenüber einer privaten Krankenversicherung) kann ich mir all die Angenehmlichkeiten direkt leisten, die mir eine private Krankenversicherung bietet.
    Natürlich ist es kein gutes Gefühl hier quasi von einer Zwangsversicherung zu profitieren, die ich (wegen ihres Zwanges für die Mehrheit der Versicherten) eigentlich ablehne, nur monetär ist es eine sinnvolle Entscheidung.

  2. Die allermeisten Menschen der zivilisierten Gesellschaft befinden sich mittendrin im wogenden, wabernden, Geschehen des materiellen Existenzkampfes, vergleichbar einem Schlachtgetümmel durchmischter Gegner, Mann gegen Mann, „Blaue“ gegen „Rote“; der einzelne darin weiß nichts über den Stand der Schlacht oder des Krieges, zu dem sie gehört; hat in dieser Raserei kein Bewußtsein für Sinn oder Ursache des Krieges, sondern weiß als „Blauer“ nur, daß er jeden „Roten“ niedermachen muß, weil er sonst von den „Roten“ niedergemacht wird.

    Derlei Raserei ist eine „Kollektive Psychose“, wie die Fachliteratur besagt. Dazu zählen nicht nur Kriege und Bürgerkriege, sondern alle Formen kollektiver Gewalt von eigentlich vernunftbegabten Menschen gegen ihresgleichen. Daß es sich dabei um echt krankhaft verursachte Handlungen handelt, sollte eigentlich nicht nötig sein zu erwähnen, aber die meisten Menschen der Zivilisation sind sich dessen nicht bewußt.
    Ich selbst wußte das bis über das 40. Lebensjahr hinaus auch nicht einzuordnen – obwohl ich mich als Kind und Jugendlicher schon darüber gewundert hatte, daß Menschen Krieg führen oder ihresgleichen planmäßig in Massen – an vorbereiteten Massengräbern – erschießen oder auf andere Weise töten. Als 1947 Geborener war das Geschehen des kurz zuvor beendeten Krieges noch überall im Gespräch und wurde auch in Film und Fernsehen behandelt.

    Über wesentliche tiefere Ursachen wurde meiner Erinnerung nach nirgendwo gesprochen oder geschrieben. Auch in der Schule nicht. Und obwohl Vielleser und anerkanntermaßen mit guter Allgemeinbildung versehen, brauchte es 40 Jahre Leben in der „Normalität“ der zivilisierten Gesellschaft und eine sehr schwere – und suizidale – Krise sowie die Suizide meiner beiden jüngeren Brüder – 1987 und 1992 – um mich in Gang zu setzen, nach Ursachen zu forschen. Offen gestanden: Hauptsächliches Motiv war meine Angst vor einem ähnlichen Schicksal.

    So stieß ich auf die „Krankheit der Gesellschaft“ / „Kollektive Neurose“ und verstand immer besser, um was es sich dabei – wirklich – handelt. Vor allem um wesentlich mehr als das, was in neuzeitlichen / populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen zu lesen ist. Auch dieser Mangel ist eine Folge der Kollektiven Neurose. Denn die Befallenen – und das sind ca. 99,9 % der „Erwachsenen“ der zivilisierten Gesellschaft – sind störungs- / krankheitsbedingt nicht fähig, die wahre Tragweite ihrer Störung zu erkennen.

    Ein von Geburt an blinder Mensch kann seine Blindheit nicht erkennen – außer man erzählt ihm davon.
    Im „Land der Blinden“, wo alle blind sind, weiß keiner davon. Erst als ein Sehender dort auftaucht, erkennen die Blinden, daß der Ankömmling über eine ihnen fremde Fähigkeit verfügt – und wollen ihn „heilen“.
    Die Erzählung „Das Land der Blinden“ von H.G. Wells ist eine Analogie für die zivilisierte Gesellschaft im Allgemeinen und für den Bereich der Psychiatrie im Besonderen.
    Die typischen Psychiater sind, wie die große Mehrheit aller Zivilisierten, kollektiv-neurotisch und damit von ihrer Seele abgetrennt und können Symptome von Gesundheit oder wahrem Mensch-(Seele-)Sein nicht erkennen, sondern deuten sie als Symptome von Störung / Kranksein.

    O-Ton aus der Psychiatrie:
    „Wir haben es hier mit der Psyche zu tun; die Seele gehört der Kirche.“

    Menschen, die sich wegen bei ihnen auftauchenden „religiös“ getönten Phänomenen an ihre Kirche / Pastoren / Pfarrer wenden, werden hingegen an die „Psychiatrie“ verwiesen.
    Das „riecht“ nach schwerem Mangel.
    In der „Szene“ der sogenannten „Psychisch Kranken“ kursiert der Verdacht, daß es sich bei der „Psychiatrie“ um eine Art Fortführung der „(Heiligen) Inquisition“ der „Kirche“ handelt.

    Daß mit der „Kirche“ etwas nicht stimmt, hört / liest man auch verschiedentlich:
    Sigmund Freud sieht die Ursache der „Menschheitsneurose“ in der „Religion“.
    Wilhelm Reich nennt in seinem Spätwerk „Christusmord“ („natürlich“ vergriffen!) die gesellschaftliche Krankheit „Biopathie“ bzw. „Emotionale Pest“.
    Adorno / Horkheimer schreiben in „Dialektik der Aufklärung“, daß die Wissenschaft den Fehler der Kirche übernommen hat.

    Unsere Politiker sind sind nicht nur genauso intensiv befallen, wie die „breite Masse“, sondern im Durchschnitt noch intensiver. Das gilt m.E. grundsätzlich für alle „Großkopferten“, insbesondere auch für Wissenschaftler und Führungskräfte der Wirtschaft, Banken, Verbände und sonstiger Institutionen.

    Meine Petition an den Bundestag 1994 wurde abschlägig beschieden aufgrund einer negativen Beschlußempfehlung des Petitionsausschusses aufgrund einer wissenschaftlichen Beurteilung, die besagte, daß die zuständigen wissenschaftlichen Fachgesellschaften sich mit dem Problem befassen würden.
    Demgegenüber las ich später, daß bei einer Tagung in Heidelberg im Nov. 2011 die dort versammelten führenden Psychiater / Wissenschaftler sich gegenüber den „dramatischen“ Zunahmen bei den psychischen Störungen für „machtlos“ erklärt hätten.

    Auch kam ich mit dem Pressereferenten einer großen Krankenkasse ins Gespräch, der mir sagte: „Herr Heuer; wir wissen davon, aber wir können nichts tun.“

    Nach 30 Jahren Arbeit am Thema habe ich keine andere Empfehlung als Aufklärung der Bevölkerung – primär der einfachen Bürger, der Kranken, Arbeitslosen und sonstigen Benachteiligten und „Randständigen“.
    Das war übrigens auch die bevorzugte Zielgruppe des Christus Jesus im Kampf für das Heil / die Heilung / das Heilwerden und -sein.

    Herzlichen Gruß!

    1. „Freie Fahrt in den Abgrund“:

      Ja, klar – aber das ist nicht neu.

      A) Diese „Nummer“ läuft seit Beginn der Zivilisation / seit dem Beginn der Zerstörung der wahren / heilen menschlichen Kultur(en) durch die „Krankheit der Gesellschaft“ / „Kollektive Neurose“ / Menschheitsneurose (S. Freud), „Emotionale Pest“ (W. Reich), (das) „Böse“ / „Übel“, die „(Erb-)Sünde“, usw. usw..

      B) Grundlegende Heilung ist möglich.

      Über A und B hat die Kirche nie aufgeklärt
      und „Die Wissenschaft hat den Fehler der Kirche übernommen“ (Adorno / Horkheimer).

  3. Nicht der menschengemachte Klimawandel durch CO2 ist die größte Herausforderung unserer Zeit, denn er ist bis hinauf zu 1000 ppm und mehr auf nur noch ein weiteres Grad Celsius begrenzt. Die größte Herausforderung ist der Umbau der westlichen Gesellschaften zu totalitären Demokratien, die genau betrachtet Mehrparteien-Diktaturen sind. Bei denen kann eine Wahl die repräsentative staatliche Regierungstätigkeit nicht mehr beeinflussen, weil die etablierten Parteien bei allen wichtigen Themen gleichgeschaltet sind. Denn die strategischen Weichen werden in den per „Nomenklatura“ ernannten politischen Ebenen oberhalb der Einzelstaaten (z.B. EU, UNO) unter dem Einfluss ideologischer Fanatiker, globaler Großkonzerne und milliardenschwerer Finanzimperien gestellt. Parallel dazu werden die Bürger seit Jahrzehnten durch eine perfide, aber sehr wirksame desinformative Propaganda entmündigt und zu staatlich betreuten Versorgungsempfängern umdressiert. Das Ziel ist offenbar eine Menschheit, die wie ein Ameisenstaat funktioniert.
    Zukunft, mir graust vor dir.

    1. „… werden die Bürger seit Jahrzehnten durch eine perfide, aber sehr wirksame desinformative Propaganda entmündigt …“:

      Wer in der Zivilisation vom Gesetz als „volljährig“ / „mündig“ erklärt wird, ist in aller Regel dennoch nicht wahrhaft (zum vollen Potenzial) erwachsen; nicht geistig-seelisch / spirituell reif.

      „Die Erwachsenen der modernen Gesellschaft sind nicht erwachsen“, sagte Erich Fromm in einem Film-Interview.
      Und schon die Geschichte vom „Tanz um das goldene Kalb“ (Moses, Bibel) legt die gleiche Diagnose nahe.

      Im Johannes-Evangelium lesen wir dazu:
      „Er hat ihre Augen verblendet und ihre Herzen verstockt, auf daß sie nicht sehen noch fühlen und ich sie heile.“

      Dahinter steckt die schlimmste Störung / Krankheit überhaupt: Kollektive Neurose; die traumabedingte relative Abtrennung von der Seele, auch „Die Krankheit der Gesellschaft“ genannt von diversen Fachleuten / Autoren, aber von der Wissenschaft mehrheitlich ignoriert und aus verständlichen Gründen von der Politik nie aufgegriffen.

      Die „Kirche“ hätte aufgrund der frühen Kenntnis der Heiligen Schriften über das „Übel“ / „Böse“ bzw. die „(Erb-)Sünde“ sowie deren Heilbarkeit aufklären können, hat es aber nicht getan (?!).

      „Die Wissenschaft hat den Fehler der Kirche übernommen“, schreiben Adorno / Horkheimer in „Dialektik der Aufklärung“.
      „Der eindimensionale Mensch“ von H. Marcuse ist ein weiter Hinweis, ähnlich wie
      „Das Unbehagen in der Kultur“ von Sigmund Freud, worin er das Problem „Menschheitsneurose“ nennt und die „Religion“ als Verursacher sieht.

      Nach 30 Jahren des Befassens mit dem Thema gehe ich davon aus, daß alle „Hochkulturen“ der nachvollziehbaren Geschichte (O. Spengler) an dieser Krankheit untergegangen sind, zuvor aber alle rüheren wahren / heilen Kulturen in ihrem Umfeld zerstört haben. Ähnlich wie die europäischen Entdecker / Eroberer / Kolonialisten in anderen Kontinenten.

      Ausführliche Darstellungen in den Heiligen Schriften ergeben ein vollständiges Bild der Entwicklung von ursprünglich gesunden / wahren menschlichen Kulturen, dem Ausbruch der Krankheit, den Folgen und Symptomen, vielen „Fallgeschichten“, der Heilbarkeit (!) sowie den bedingten Prophezeiungen für die Gefahr des Untergangs bzw. des Aussterbens des Menschen bei Nichterkenntnis / Nichtheilung.

  4. Man wird Ihrer Diagnose kann widersprechen können. Für mich steht fest: nicht ob, sondern wann diese sehr deutsche Konstellation hypermoralischer Weltverbesserung scheitern wird. Man darf allerdings nicht auf ein schnelles Scheitern der Koalition setzen: die Beteiligten – einschließlich der sogenannten Liberalen – werden bis 2025 wie mit Pattex an einander gefesselt bleiben. Ob es dann noch Wahlen geben wird, ist angesichts des rapiden Zerfalls der Institutionen der alten BRD gar nicht mehr so sicher. Wahlen werden zu Funktionsstörungen erklärt, die die Bekämpfung periodisch erklärter Pandemien und Klimakatastrophen nur stören. Deutschland ist nun mal das Land der ungetrübten Staatsgläubigkeit, das nur zeitweilig Phasen liberaler Aufklärung erlebt hat. Das jetzt vor den öffentlichen Kassen stehende Personal giert nach „Staatsknete“, nicht nach Selbstverantwortung und Eigensinn – der Weg in selbstverschuldete Unmündigkeit ist mit Subventionen gepflastert.

    1. „selbstverschuldete Unmündigkeit“:

      Diese Diagnose von Kant halte ich für falsch.

      Die pandemische massenhafte Unmündigkeit in der Zivilisation / zivilisierten Gesellschaft ist die schlimmste Störung / Krankheit überhaupt („Kollektive Neurose“), die ohne Schuld (!) über eine kleine Gruppe von Menschen – sehr wahrscheinlich: Kindern – vor ca. 15.000 oder auch schon 75.000 Jahren hereingebrochen ist.
      Damals gab es auf unserem Planeten ausschließlich wahre / heile menschliche Kultur(en), die sich ihrer göttlichen Herkunft / Identität und Beschaffenheit voll bewußt waren und in größtmöglicher Harmonie mit dem universellen Gesetz lebten.

      Aus der o.g. kleinen Gruppe entstanden alle von O. Spengler so genannten „Hochkulturen“, die alle wahren / Heilen Kulturen zerstörten / assimilierten / versklavten und früher oder später untergingen. Und der Untergang droht nun auch uns, der globalen zivilisierten Gesellschaft, der gegenwärtigen „Hochkultur“ (in Wahrheit: Unkultur).

      Heilung und Vermeidung des Untergangs / Aussterbens sind möglich; aber dazu bräuchte es intensive Aufklärung über die Wahrheit.
      „Die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Bibel)

  5. Eine auf den Punkt gebrachte Analyse! Es bleibt nur ein Trost, dass alles eine Ende hat, auch der größte Größenwahn. Ich halte es mit Goethe, der es als ehemaligem Finanzminister am Weimarer Hof ja wissen musste „Am Golde – sprich Geld – hängt doch alles“. Erst wenn die Staatsschulden und die potentiellen Staatsschulden (Garantien) so hoch sind, dass sie die Leistungsfähigkeit der Bevölkerung übersteigen und für jedermann erkennbar ist, dass sie nur noch mit inflationiertem Geld zurückgezahlt werden können, ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Da die Deutschen hinsichtlich Inflation sehr empfindlich sind, werden die Medien sie nicht schönschreiben können. Sollten auch noch die Zinsen steigen und dadurch die durch die EZB künstlich aufgeblähten Aktienkurse abstürzen, dann ist endgültig Schluss mit der politischen Träumerei.

    1. Zum „Größenwahn“ der „Eliten“ gesellt sich ein „Kleinheitswahn“ der „breiten Masse“ der Ausgebeuteten / „Versklavten“, die ihre wahre Identität / Beschaffenheit / Potenziale nicht kennen und vom System unwissend gehalten werden.
      Pathologisch aber sind beide Symptom(atik)-Gruppen, die man einerseits „Verfolger / Täter“ und andererseits „Opfer“ nennen könnte – wie im Drama-Dreieck, wenn man die „Retter“ hier mal außen vor läßt.
      Ansonsten finden wir die zwei Grundtypen auch beschrieben sowohl bei M. Balint in seinen Arbeiten über die „Grundstörung“ als auch in der Bibel bei Kain und Abel.

      Bei Moses wird mit der Geschichte vom „Tanz um das goldene Kalb“ in bibeltypisch symbolischer Sprache eine kollektive (quasi-solziologische) Diagnose nahegelegt: Pathologische geistig-seelische / spirituelle Unreife und Unweisheit.

    2. > Da die Deutschen hinsichtlich Inflation sehr empfindlich sind, werden
      > die Medien sie nicht schönschreiben können.

      Doch das werden sie, völlig problemlos, DAS lehrt uns jedenfalls die Inflation die mit der Einführung des Euro verbunden war und die problemlos schöngeschrieben werden konnte.

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