Glückwunsch zu 40 Jahren Terror: Steinmeier bejubelt die iranischen Mullahs

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Seit zwei Jahren ist Frank-Walter Steinmeier nun Bundespräsident. Angela Merkel hatte ihren engen Vertrauten damals für das höchste deutsche Staatsamt auserkoren, und ihr Schachzug sollte sich keine zwölf Monate später auszahlen. Als nämlich nach dem Sondierungsfiasko mit Grünen und FDP eine Bundestagsneuwahl unausweichlich schien, die Merkels Ende als Kanzlerin besiegelt hätte, war es Steinmeier, der seine störrische SPD zu einer Neuauflage der „Großen Koalition“ verdonnerte, um sich bei Merkel erkenntlich zu zeigen. Seither ist der 63-Jährige quasi Mitglied der Bundesregierung, was ihm nach unserem Grundgesetz eigentlich verboten ist. Doch das ist ihm offenbar egal. Nur zu gerne flankiert er die Regierungspolitik mit Folgsamkeitsappellen an die Bürger oder Warnungen vor der Gefährlichkeit Andersdenkender. Wehmütig erinnert man sich an große Bundespräsidenten, die ihr Amt als Staatsmann ausfüllten. Dank der Rettung durch Steinmeier hat Merkel ihr historisches Projekt der Umwandlung unseres Staatsgebietes in einen alimentierten Lebensraum für die Welt inzwischen vollenden können. Er selbst ist in seiner Amtszeit bisher vor allem unangenehm aufgefallen. Schon seine Antrittsrede war auf Spaltung angelegt, indem er jenen Teil der Bürger abkanzelte, der sich dem Chor regierungsfreundlicher Hurra-Rufer nicht anschließen mochte. Es ist aber insbesondere seine eigentliche Aufgabe, Deutschland im Ausland zu repräsentieren, in der Steinmeier immer wieder aus dem Rahmen fällt – in seiner Rolle als Außenminister ebenso wie als Bundespräsident.

Zum 40. Jahrestag der „Islamischen Revolution“ übermittelte Steinmeier der iranischen Führung „im Namen meiner Landsleute herzliche Glückwünsche“

2016 hatte Steinmeier, damals noch als Außenminister, gegen die Entscheidung der Briten gegiftet, der Europäischen Union den Rücken zu kehren. Dass es sich um eine legitime Volksabstimmung einer der ältesten bestehenden Demokratien Europas gehandelt hatte, kümmerte ihn nicht. Genauso wenig interessierte sich Steinmeier dafür, dass wenig später auch das amerikanische Staatsoberhaupt nicht etwa durch einen Putsch, sondern durch eine demokratische Wahl an die Macht gekommen war. Als „Hassprediger“ beleidigte Steinmeier damals Donald Trump. Hingegen hofiert er als Bundespräsident mit großer Leidenschaft den türkischen Machthaber Erdoğan, dem er im vergangenen Jahr nicht nur eilfertig zur Wahl gratulierte, sondern auch den „roten Teppich“ in Berlin ausrollte. Ebenso scheint Steinmeier das iranische Mullah-Regime am Herzen zu liegen. Zu Ehren des 40. Jahrestages der „Islamischen Revolution“ übersandte er der iranischen Führung ein Telegramm, in dem er „im Namen meiner Landsleute herzliche Glückwünsche“ übermittelte. Es scheint, als habe der Bundespräsident eine besondere Affinität zu islamistischen Regimen. Wie sonst wäre es zu erklären, dass er auch zu den ärgsten Gegnern einer Verurteilung des türkischen Völkermordes an den Armeniern gehört? Oder ist Steinmeiers Handeln, der in seiner Partei seit den Hartz-Gesetzen den Ruf eines „Neoliberalen“ genießt, tatsächlich nur mit wirtschaftlichen Überlegungen zu erklären? Immerhin ist der Iran nach Israel Deutschlands wichtigster Handelspartner im Mittleren Osten.

Als Sohn eines Persers, der vor dem mordenden iranischen Regime geflohen ist, kann ich nicht glauben, dass dies auch mein Bundespräsident sein soll

Apropos Israel: Dass der Iran den israelischen Staat am liebsten von der Landkarte tilgen will, stört Steinmeier in seinem Überschwang offenbar gar nicht. Ebenso wenig, dass die Mullahs landesweit Homosexuelle ermorden lassen und regelmäßig Jagd auf freie Journalisten und Blogger machen. Bis heute hat es kein iranischer Staatspräsident vermocht, der religiösen Führung des Landes wirksam Paroli zu bieten, die im Inneren jeglichen Widerspruch mit gnadenloser Härte beantwortet und unter Außenpolitik die Unterstützung eines weltweiten Terrornetzwerks versteht. Ein Bundespräsident, der zwar keine Grußadressen an den Sudan, Syrien und Nordkorea verschickt, dafür aber umso herzlicher dem iranischen Terror-Regime gratuliert und sich damit dem Verdacht aussetzt, die Würde seines Amtes deutschen Konzerninteressen zu opfern, ist als „Erster Mann im Staat“ völlig ungeeignet. Der Eindruck ist nicht neu, doch hat Steinmeier mit seinem Glückwunsch-Telegramm nach Teheran nun eine rote Linie überschritten. Als Sohn eines Persers, der im Frühjahr 1979 zu Fuß vor den mordenden Schergen des iranischen Ayatollah-Regimes fliehen musste, kann ich nicht glauben, dass dies auch mein Bundespräsident sein soll. Wer es für richtig hält, linksextreme Bands zu unterstützen, und kein Problem damit hat, antisemitische Menschenrechtsgegner zu bejubeln, ist als Staatsoberhaupt für mich untragbar. Am 17. Juli steigt übrigens die große Jubelfeier zum 80. Geburtstag des iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei. Sie sind doch sicher dabei, Herr Steinmeier, oder?

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10 Kommentare

  1. Steinmeier/Iran: Diese Mail habe ich zum Thema an das Bundespräsidialamt geschickt:
    Herr Steinmeier,
    Sie haben der iranischen Regierung „auch im Namen Ihrer Landsleute“ zu 40 Jahren Terror gegen die eigene Bevölkerung gratuliert. Wer von Ihren Landsleuten hat Sie eigentlich dazu ermächtigt? Ich jedenfalls nicht!
    Seit 1978 kenne ich mehrere Iraner, die in Berlin studiert haben. Mit einem davon bin ich bis heute befreundet, kenne auch Eltern + Geschwister (im Moment ist er gerade wegen eines Todesfalls in seiner Heimat). Seit 1979 bin ich sehr gut über das Land und seine Geschichte informiert. Die anfängliche Begeisterung der Studenten über den Umsturz im Land hat sich seinerzeit sehr schnell gelegt. Ich habe damals wörtlich zu ihnen gesagt: „Jedem Land seinen Adolf Hitler.“ Zuerst haben sie protestiert, aber nach weniger als einem Jahr haben sie mir zugestimmt. 2014 war ich selbst im Iran. Das ehemals besonders kulturell hochstehende Land und Deutschland gleichen sich inzwischen als Länder, die von ihren Regierungen völlig ruiniert worden sind. Danke Union, SPD + Grüne.
    Vor drei Jahren habe ich besonders an Sie gedacht. Da war ich in Kuba und stand auf einem Hügel über Guantánamo. Da habe ich auch an Murat Kurnaz gedacht und an Ihre Lügen über ihn – shame on you. Gleiches gilt für Ihre Begeisterung von stinkendem Fischfilet.
    Fazit:
    Sie sind noch niemals mein Präsident gewesen. Allein die Art, wie Sie in dieses Amt gekungelt worden sind, diskreditiert Sie völlig. Dazu kommt Ihre unübersehbare Parteilichkeit für Ihre Genossen, für einen Präsidenten des Volkes absolut unerträglich.
    In diesem Sinn … mit sehr unfreundlichen Grüßen
    Rita Handt
    P.S. Und reden Sie nie mehr in meinem Namen! Wann trauen Sie sich eigentlich mal in die USA?

  2. Weisse Haare machen noch keine Weisheit !
    Diesen unsäglichen Bundes“präsidenten“ sollte man gemeinsam mit seinen Fischfilets entsorgen!
    Unser Land ist von oben bis unten, von links bis rechts (bis auf ein gallisches Dorf) komplett wahnsinnig geworden. Man kann nur hoffen, dass es hier auch „Nürnberger Prozesse“ gibt…

  3. “ Sorgen wir dafür, dass wir die Mehrheit bekommen, damit wir
    machen können was wir wollen “
    Konrad Adenauer
    Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann !
    Politisches Handeln ist nur dann effektiv, wenn die Moral nicht zu
    dominant ist.
    Steinmeier ist einer der weiss, dass er nicht alle Leute die ganze Zeit hindurch zum Narren halten kann,
    der aber zufrieden ist mit der Mehrheit !
    Der

  4. OT: Ich bin auf der Suche nach einem Herausgeber welcher mir hilft meine Kenntnisse zur Entstehung des Islams per Buch weiterzugeben. Wer schon seit langem den Verdacht hegte, daß mit dem „Matthäusevangelium“ etwas nicht stimmen kann ….. Du hast Recht !
    Vielleicht bist du noch nicht so weit erkannt zu haben, daß auf der Grundlage des Matthäus“Evangeliums“ der Islam gegründet wurde….
    Der Islam ist quasi eine verschärfte Form des Matthäus“Evangeliums“.
    „Interessant“ ist auch, was Mohammed tat, als er etwa ab 626 nach dem Kontakt mit Mönchen des Katharinenklosters zu realisieren begann, daß dieses „Evangelium“ welches er für authentisch gehalten hatte ein römischer Fake war. Und dass die wirkliche Botschaft des Jehoschua – neben wenigen „synoptisch manipulierten römelnden Stellen“ – bei Markus, Lukas und Johannes zu lesen ist.
    Nachdem er Maria und Sirin – die beiden aus Ägypten zu ihm gesandten Schwestern näher kennenlernen konnte, wurde aus den Verdachtsansätzen seine Gewißheit.
    Seine beginnenden Versuche den Islam Richtung frühesten Beginn zurückzubiegen und zu einer Religion des Friedens zu machen, wurde jedoch weder von Abu Bakr, Umar Ibn Chattab und auch nicht von Teilen der Ansar mit Gutdünken aufgefaßt, sondern mit dem Gegenteil … sie sollten versuchen, den Islam als „Religion des Krieges“ zu zementieren …. und es gelang ! Damit sind wir wieder beim offziellen Teil der Geschichte des Islams.
    Die Enthüllung der Tabuzone des Islams ist so weit gediehen, daß allen mit einem IQ über 80 klar werden wird, was da damals „gelaufen ist“….

    1. Änderungen an Kommentaren führe ich nicht durch. Wenn man anonym posten wil,, muss man sich das vorher überlegen. Ich lösche den Kommentar aber auf Wunsch.

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